Poker um Verlängerung

Achtung, ÖFB – Rangnick hat auch andere Anfragen

Ralf Rangnick ist der Erfolgstrainer des österreichischen Nationalteams. Die Verlängerung des auslaufenden Vertrags zieht sich aber.
Sport Heute
29.04.2026, 20:12
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ralf Rangnick schwebt mit Österreichs Nationalteam auf der Erfolgswelle. Nach der EM-Endrunde und dem schmerzhaften Aus gegen die Türkei hat sich Rot-Weiß-Rot das ganz große Ziel erfüllt, schaffte erstmals seit 28 Jahren den Sprung zu einer Fußball-Weltmeisterschaft. Dort geht es dann gegen Außenseiter Jordanien, Weltmeister Argentinien und Algerien – am 18. Juni geht es los. Das große Ziel ist freilich, die Vorrunde zu überstehen – durchaus machbar, wenn auch knifflig.

Rot-Weiß-Rot ist jedenfalls reif für den Aufstieg. Das stellten die jüngsten Testspielerfolge gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) unter Beweis. Und mit Rangnick hat man einen Erfolgsgaranten an der Seitenlinie. Dass der Deutsche, der "Erfinder" des Red-Bull-Pressingfußballs, das ÖFB-Team seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren merklich weiterentwickelt hat, ist nicht zu übersehen.

Gespräche laufen seit Dezember

Trotzdem ist der 68-Jährige noch nicht mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Die Verhandlungen ziehen sich in die Länge, auch wenn der neue ÖFB-Boss Josef Pröll zuletzt betonte, unbedingt mit dem Deutschen verlängern zu wollen – und das am besten noch vor der Weltmeisterschaft. Mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden hat Rangnick jedenfalls auch einen Fürsprecher auf seiner Seite. Seit Dezember würden Gespräche über eine Verlängerung laufen, das "Verhältnis ist sehr von Vertrauen geprägt", meinte Pröll jüngst bei "Servus TV". Es sei jedenfalls "im Interesse des ÖFB", mit Rangnick zu verlängern.

Nur logisch, blickt man auch auf die Strahlkraft des Deutschen nach außen hin. Nicht zuletzt ist es seiner Hartnäckigkeit der letzten Monate und Jahre zu verdanken, dass sich die beiden Hoffnungsträger Paul Wanner und Carney Chukwuemeka für Österreich entschieden hatten.

Es gibt andere Interessenten

Der ÖFB soll jedenfalls ein Paket geschnürt haben, das aus Verbandssicht vertretbar sei und auch in großen Zügen die Rangnick-Forderungen erfülle, berichten die "Salzburger Nachrichten". Rangnick würde nach der WM dann kolportierte zwei Millionen Euro im Jahr verdienen, rund eine Verdoppelung und dank zusätzlicher Zahlungen einiger Sponsoren möglich.

Muss der ÖFB bei Ralf Rangnick All In gehen?

Doch Achtung, ÖFB! Der heimische Verband soll nicht der einzige Interessent am deutschen "Fußballlehrer" sein. So werden in dem Bericht mehrere Anfragen ins Spiel gebracht, die Rangnick zum Zögern veranlassen sollen. Etwa von mehreren Nationalverbänden. Aber auch von britischen Vereinen. Außerdem seien immer wieder finanzkräftige Investoren daran interessiert, Rangnick und sein Know-how für den Aufbau eines Fußballprojekts an Bord zu holen. Bei den besonders lukrativen darunter könnte der ÖFB aber ohnehin nicht mithalten.

Eines ist aus ÖFB-Sicht klar: Der Verband sollte eine Verlängerung noch vor der WM über die Bühne bringen, schließlich könnte sich Rangnick mit starken Österreich-Auftritten noch weiter ins Rampenlicht spielen und seinen Marktwert weiter nach oben treiben. Am 4. Juni hebt jedenfalls der Flieger in die USA, in Richtung Basecamp in Santa Barbara, ab. Am 1. Juni steigt der letzte Test auf heimischem Boden gegen Tunesien in Wien. Bis dahin sollte alles klar sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 29.04.2026, 20:15, 29.04.2026, 20:12
Jetzt E-Paper lesen