Lars Söndergaard ist neuer Teamchef der österreichischen Frauen-Nationalmannschaft. Der ÖFB gab die Verpflichtung des 67-jährigen Dänen am Mittwoch offiziell bekannt. Er folgt damit auf Alexander Schriebl, der seinen Posten räumen musste.
Söndergaard ist im heimischen Fußball kein Unbekannter. Bereits in der Vergangenheit stand er bei Austria Salzburg sowie bei Austria Wien an der Seitenlinie. Auch international bringt der Routinier reichlich Erfahrung mit: In seiner Heimat trainierte er unter anderem Viborg und Aalborg.
Besonders bemerkenswert ist seine Zeit als Teamchef der dänischen Frauen. Sechs Jahre lang betreute er das Nationalteam und führte es sowohl zur Europameisterschaft als auch zur Weltmeisterschaft. Genau diese Erfahrung soll nun auch dem ÖFB-Team neuen Schwung verleihen.
Für Österreichs Frauen beginnt damit ein neues Kapitel – mit einem Trainer, der weiß, wie internationaler Fußball funktioniert.
Das Frauen-Nationalteam blickt zuletzt auf eine sportlich herausfordernde Phase zurück. In den vergangenen 14 Spielen mussten neun Niederlagen verzeichnet werden. Gleichzeitig wurde ein personeller Umbruch eingeleitet. Unter Schriebl feierten zehn junge Spielerinnen ihr Nationalteam-Debüt, zudem musste das Team den verletzungsbedingten Ausfall von mehreren absoluten Leistungsträgerinnen kompensieren.
"Vor eineinhalb Jahren haben wir einen mutigen Neubeginn eingeleitet und dabei auch durchaus Risiko genommen. Dieses Projekt ist in einer insgesamt sehr herausfordernden Konstellation jedoch nicht in der gewünschten Form aufgegangen. Nach intensiven Gesprächen und umfassenden Analysen bin ich – trotz der zuletzt positiven Reaktion beim 0:0 gegen Deutschland – zur Überzeugung gelangt, hier eine Veränderung vorzunehmen", sagt ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel.
Gleichzeitig zeigt sich der 59-Jährige erfreut über die Verpflichtung eines international renommierten Trainers: "Mit Lars Söndergaard konnten wir eine anerkannte Persönlichkeit des europäischen Fußballs gewinnen. Er wird das Frauen-Nationalteam zunächst bis zum Ende der Kampagne für die WM 2027 in Brasilien betreuen."