Nach mehreren schweren Unfällen versucht Jesolo, gefährliche Sprünge von Stegen ins seichte Meer zu verhindern. Doch nicht alle Urlauber halten sich an die Verbote. Am vergangenen Wochenende eskalierte die Situation derart, dass sogar die Polizei einschreiten musste.
Hintergrund sind mehrere Badeunfälle in diesem Sommer. Jugendliche waren von verschiedenen Stegen kopfüber ins Wasser gesprungen. Weil gerade Ebbe herrschte, war das Meer an diesen Stellen zu seicht.
Mehrere Badegäste erlitten dabei Verletzungen an Kopf, Nacken oder Wirbelsäule. Für einen 17-Jährigen aus der Region Trentino-Südtirol endete ein Sprung tödlich. Er starb an seinen Verletzungen.
Nach der Unfallserie reagierte die Gemeinde und ließ an den betroffenen Stellen zusätzliche Hinweistafeln aufstellen. Sie sollen Badegäste auf das bestehende Köpfelverbot aufmerksam machen.
Doch die Warnungen werden offenbar immer wieder ignoriert.
Am vergangenen Wochenende wollten zwei Bademeister eine Gruppe von Urlaubern auf das Sprungverbot hinweisen. Die Südtiroler reagierten jedoch aggressiv und beschimpften die beiden Retter.
Schließlich wurde die Polizei verständigt. Ein Mitglied der Gruppe musste den Strand verlassen.
Kurios: Wenig später mussten ausgerechnet dieselben beiden Bademeister einem weiteren Mann aus der Gruppe helfen und ihn aus dem Wasser bergen.
Dass Bademeister beschimpft werden, während sie die geltenden Sicherheitsregeln durchsetzen, soll in Jesolo mittlerweile immer häufiger vorkommen.