Ein Wanderer machte Ende Juli am Triftgletscher im Schweizer Kanton Wallis eine schaurige Entdeckung: Im abtauenden Eis lagen zwei menschliche Leichen.
Die Kantonspolizei konnte die Toten nun mittels DNA-Abgleich identifizieren. Es handelt sich um zwei Bergsteiger aus Belgien im Alter von 39 und 41 Jahren, die seit 1992 in der Region Weissmies als vermisst galten.
Der Triftgletscher liegt nahe der Grenze zu Italien. Die sterblichen Überreste der beiden Alpinisten kamen nach 34 Jahren durch das Abschmelzen des Eises zum Vorschein.
Durch den Rückzug der Alpengletscher werden immer häufiger Leichen von seit Jahrzehnten vermissten Bergsteigern freigegeben. Das Eis konserviert die Überreste über lange Zeiträume.
Erst im vergangenen Jahr wurde am Obergabelhorn bei Zermatt das Skelett eines seit 1994 verschollenen Mannes gefunden. Experten rechnen damit, dass durch den Klimawandel noch weitere Vermisste auftauchen werden.