Die anhaltende Dürre sorgt in ganz Europa für historisch niedrige Wasserstände in Flüssen. Was dabei zum Vorschein kommt, ist teils spektakulär, teils gefährlich: Von uralten Mammutknochen über Nazi-Schiffswracks bis hin zu scharfen Weltkriegsgranaten.
Besonders eindrucksvoll sind die Funde in der Donau. Bei Prahovo in Serbien sind erstmals die kompletten Überreste einer deutschen Kriegsflotte von 1944 sichtbar geworden - Dutzende Schiffe, die einst von fliehenden Nazi-Truppen versenkt wurden.
Bei Budapest wurden sogar die sterblichen Überreste zweier Wehrmachtssoldaten zusammen mit einem deutschen Militärmotorrad im Flussbett gefunden, wie NTV meldet. Eine Mine wurde ebenfalls freigelegt.
Im Rhein bei Köln entdeckten Spaziergänger eine Weltkriegsgranate. Der Kampfmittelräumdienst musste anrücken und das Geschoss sichern. Auch in vielen anderen Gewässern werden immer wieder gefährliche Blindgänger freigelegt.
Doch nicht alle Funde sind bedrohlich: In einem bayerischen Bach tauchte eine Mammutrippe auf - ein Zeugnis der Eiszeit, das nun wissenschaftlich untersucht wird.
Die niedrigen Pegelstände haben auch massive wirtschaftliche Auswirkungen. Die Donauschifffahrt ist in mehreren Abschnitten eingeschränkt, Frachtschiffe können nur noch mit reduzierter Ladung fahren. Die freigelegten Wracks bilden zusätzliche Hindernisse für den Schiffsverkehr.