Sensationsfund bei Rekordtief

Spaziergänger entdeckt Mammut-Reste in trockener Donau

Bei Rjachowo in Bulgarien hat das extreme Niedrigwasser der Donau mutmaßliche Mammut-Reste freigelegt. Experten bergen nun die Knochen.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 14:00
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Das extreme Niedrigwasser der Donau sorgt in Bulgarien für einen außergewöhnlichen Fund. Nahe der Grenzgemeinde Rjachowo, keine 50 Kilometer südlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest, kamen im Flussbett mehrere große Knochen zum Vorschein. Fachleute vermuten, dass sie von einem Mammut stammen.

Entdeckt wurden die Überreste von Petar Nikolow. Der Anrainer spaziert regelmäßig am Donauufer entlang. Dieses Mal bemerkte er zwischen Muscheln und Sand Knochen, wie er sie noch nie zuvor gesehen hatte.

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"Ich rief den Notruf 112 an. Als ich sagte, dass es sich um Überreste eines Mammuts handelt, glaubte man mir nicht", schildert Nikolow "BNT News". Daraufhin wandte er sich an die Bürgermeisterin. "Ich war so aufgeregt, mein Herz sprang fast aus der Brust."

Unterkiefer und Stoßzähne entdeckt

Experten des Regionalen Historischen Museums in Ruse untersuchten die Fundstelle. Sie entdeckten unter anderem einen Unterkiefer, Stoßzähne, ein Schulterblatt, Rippen, einen Oberschenkelknochen und zahlreiche weitere Fragmente.

Vermutlich handelt es sich um die Überreste eines Wollhaarmammuts. Die Fachleute schließen nicht aus, dass sich noch ein großer Teil des Skeletts tiefer im Sand befindet.

"Mitarbeiter des Museums sollen die Überreste ausgraben und prüfen, ob noch weitere Knochen tiefer im Sand liegen", erklärt Bürgermeisterin Christina Iwanowa. Danach sollen die Fundstücke in das Museum gebracht, konserviert und untersucht werden.

Knochen können an der Luft zerfallen

Die Bergung ist heikel. Die Knochen sind schlecht erhalten und könnten nach dem Kontakt mit der Luft rasch zerfallen. Deshalb müssen die Experten besonders vorsichtig arbeiten.

Noch ist unklar, wie alt die Überreste tatsächlich sind. Auch wissen die Forscher nicht, ob das Tier einst in der Region lebte und dort verendete oder ob die Donau die Knochen angeschwemmt hat.

"Ich würde es nicht als Sensation bezeichnen, aber jede Entdeckung derart alter Überreste ist für die Wissenschaft sehr wichtig", erklärt Museumsdirektor Nikolay Nenov. Schon länger werde vermutet, dass sich an dieser Stelle einst ein Sumpf befand.

Niedrigwasser macht Schifffahrt Probleme

Seit mehreren Wochen führt die Donau ungewöhnlich wenig Wasser. Hitzewellen und Trockenheit haben den Pegel stark sinken lassen. An mehreren Stellen im bulgarischen Abschnitt entstanden Sandbänke und kleine Inseln.

Die Folgen bekommt auch die Schifffahrt zu spüren. Nahe Vidin lief das Kreuzfahrtschiff "Viking Ullur" mit 186 Passagieren und 52 Besatzungsmitgliedern auf Grund. Die Passagiere mussten schließlich von der bulgarischen Grenzpolizei mit einem Patrouillenboot an Land gebracht werden.

Nach der Konservierung könnten die Mammut-Reste im Ökomuseum von Ruse ausgestellt werden – vorausgesetzt, die empfindlichen Knochen überstehen die Bergung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.07.2026, 14:00
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