Ärzte warnen vor Corona-Impfung von Kindern

Die Risiken würden die Benefits für Minderjährige nicht aufwiegen, so das Argument der Mediziner.

Eine Gruppe von Medizinern und eine Juristin haben am Freitag in Wien vor der Impfung von Minderjährigen gegen das Coronavirus gewarnt. Da Kinder und Jugendliche in der Regel nicht schwer an Corona erkranken, würden die Vorteile der Impfung mögliche Negativfolgen nicht aufwiegen, so die Teilnehmer. Die Veranstaltung wurde von der "Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen" organisiert, einer Gruppierung von Corona-Skeptikern, die die Aufhebung sämtlicher Covid-19-Gesetze fordern.

Kritisiert wurden unter anderem eine unzureichende Studienlage über mögliche Impffolgen bei Kindern und Jugendlichen, sowie die falsche Motivation zur Impfung. Vielfach würden sich Patienten nicht aus Angst vor einer Erkrankung impfen lassen: "Aus den Gesprächen, die ich in meiner Ordination führe, weiß ich, dass sich Jugendliche impfen lassen, um wieder normal leben zu können", so eine Kinderärztin. 

Minister will Jugendliche rasch impfen

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte vor drei Wochen Grünes Licht zur Impfung von 12- bis 15-Jährigen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer gegeben. "Wir haben das Ziel, dass bis Ende August eine möglichst große Anzahl Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 geimpft sein soll", erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

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