Tausende Anrufe pro Tag

Ärztenotdienste – Vermehrt Anrufe zu Weihnachten

Besonders stressig ist die Weihnachtszeit für Mitarbeiter der Ärztenotdienste. Wenn niedergelassene Praxen geschlossen sind, kommen sie zum Einsatz.
Wien Heute
24.12.2024, 20:20
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Klingelnde Telefone hören die Mitarbeiter der Ärztenotdienste in der Weihnachtszeit besonders oft. Sie haben alle Hände voll zu tun, da niedergelassene Ordinationen und Praxen an den Feiertagen häufig geschlossen haben. Rund um die Uhr sind sie erreichbar, um zu helfen, wo es benötigt wird.

Einsamkeit als Auslöser

Die Telefonseelsorge, der Notdienst und der Ärztefunkdienst stehen auch an den Weihnachtsfeiertagen allzeit bereit. Oft rufen einsame Menschen in dieser Zeit bei der Seelsorge an, auch Beziehungsprobleme werden oft zum Thema. "Es ist ein Anstieg bei uns um 20 bis 30 Prozent. Fängt schon kurz vor Weihnachten an und nimmt dann auch noch bis über die Feiertage zu", so Georg Psota, Chefarzt des Psychosozialen Dienstes zum "ORF". Besonders die Weihnachtszeit, die oft im Kreise von Familie und Freunden verbracht wird, verstärkt laut ihm die ohnehin schon stark wahrnehmbaren Vereinsamung. Auch haben nach Weihnachten viele Freizeitangebote wie Gasthäuser und Cafés geschlossen. Deswegen sei die Zeit nach Weihnachten fast schwieriger als zuvor.

Ein weiterer Problemfaktor bei Weihnachtsfeiern ist der Alkohol. Oftmals kommt es nicht zuletzt dadurch zu Streitigkeiten unter dem Weihnachtsbaum: "Generell geht es auch darum zu empfehlen, dass auch für Menschen, die jetzt nicht unbedingt alkoholkrank sind, wenig Alkohol in Verwendung", erklärt Psota. Zudem sollte man versuchen, Konflikte für die Zeit der Feiertage ruhen zu lassen.

550 Hausbesuche erwartet

Auch beim Wiener Ärztefunkdienst trudeln viele Notrufe ein. Der Grund dafür: die Hausarztordinationen haben über die Feiertage oft geschlossen. Es wird mit bis zu 1.000 Anrufe und 550 Hausbesuche täglich gerechnet. Im Einsatz sind deswegen 20 Ärzte, um die Visiten zu erledigen. Weitere acht stehen

"In dieser Saison sind diverse Atemwegsinfekte, von Schnupfen, Husten bis hin zu schwereren grippalen Infekten, am häufigsten", erklärt Peter Haubenberger, ärztlicher Leiter der Erstversorgungsambulanzen des Ärztefunkdienstes gegenüber dem "ORF". Da die Ärzte des Ärztefunkdienstes Kinder erst ab dem ersten Lebensjahr betreuen, gibt es für Notfälle noch andere Optionen. Zusätzlich gibt es also zwei Kindernotdienst-Ordinationen im AKH und dem St. Anna Kinderspital. Dort behandeln Kinderärzte sowie Allgemeinmediziner Kinder von 0 bis 18 Jahren.

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