Die Jugendorganisation der deutschen AfD geht auf Distanz zum klaren Euro-Ausstiegskurs ihrer Mutterpartei. GD-Chef Jean-Pascal Hohm positioniert sich klar gegen die Linie der Parteispitze.
"Wir wollen keinen deutschen Euro-Austritt, sondern die bestehenden Konstruktionsmängel des Euro-Systems beheben", sagte Hohm. Der AfD-Nachwuchs will sich dazu bei einem Bundeskongress in Magdeburg offiziell positionieren.
Wie n-tv unter Berufung auf die "Bild"-Zeitung berichtet, heißt es im Entwurf einer Erklärung: "Der Euro hat den Binnenmarkt gestärkt, weist jedoch erhebliche Konstruktionsmängel auf." Von einem Ausstieg aus dem Euro ist dort nicht die Rede.
Auch beim Thema Migration schlägt GD-Chef Hohm andere Töne an als die Parteichefin. Während Weidel einen Austritt aus dem Schengener Abkommen fordert, sagt er: "Wir wollen, dass Deutschland Teil des Schengen-Raums bleibt."
Die Generation Deutschland wurde im vergangenen Jahr in Gießen neu gegründet, nachdem die frühere AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative aufgelöst worden war. Die JA war ein weitgehend eigenständiger Verein, auf den die AfD nur begrenzt Zugriff hatte.
Beim Bundeskongress in Magdeburg wird auch der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, erwartet. Die AfD war 2013 als eurokritische Partei gegründet worden.