Aggressive Schüler schüchtern Lehrer ein

Immer öfter werden Lehrer von Schülern attackiert.
Immer öfter werden Lehrer von Schülern attackiert.Bild: iStock
Immer mehr Lehrer klagen über brutale Attacken in der Schule. Wirksame Maßnahmen gegen aggressive Schüler gibt es nicht.
Viele Pädagogen fühlen sich von ihrer Behörde allein gelassen und schweigen, weil sie sich genieren. Außerdem gibt es für verhaltensauffällige Pflichtschüler kaum Konsequenzen.

Auch in der Neuen Mittelschule in der Deublergasse in Floridsdorf kommt es immer wieder zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen Schülern und Lehrern. „Es ist an der Tagesordnung ordinärst beschimpft zu werden, als Lehrerin oder Lehrer einfach respektlos behandelt zu werden", schilderte Christian Klar, Direktor in der Deublergasse, dem ORF.

Hilflose Lehrer

Das Problem sei zwar nicht neu, aber es werde immer schlimmer. „Es gibt derzeit keine Möglichkeit, dass ein Schüler, der wirklich und auch mehrfach gewalttätig und unangenehm und provokant ist, die Schule verlassen muss", so Klar. Leider gehe es meist darum, wie dem einen gewalttätigen Kind geholfen werden kann und nicht „wie geht es den 24 anderen Kindern, die da ängstlich in der Klasse sitzen", so der Direktor.

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Heinrich Himmer, Stadtschulratspräsident.
Heinrich Himmer, Stadtschulratspräsident.
Bei der Lehrergewerkschaft häufen sich Beschwerden über solche Vorfälle seit Jahren. „Es mehren sich die Vorfälle, die an uns herangetragen werden. Dass Kollegen sehr wohl körperlich attackiert werden, es gibt ganz, ganz viele Vorfälle um Belästigungen, Beschimpfungen und auch Cybermobbing und ähnliches", so Thomas Krebs von der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer. Man brauche Unterstützung für Kollegen, fordert Krebs. So müsse es etwa auch schulpsychologische Angebote für Lehrer geben.

Stadtschulrat bietet Unterstützung an



Beim Stadtschulrat will man betroffene Lehrerinnen und Lehrer nun besser unterstützen. Vorfälle sollten unbedingt gemeldet werden: „Wenn man das Gefühl hat, man kann sich an niemanden wenden oder man traut sich nicht, dann wenden Sie sich bitte zumindest an mich", betonte Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer, der selbst ein Lehrer ist.

(GP)

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