Das schrille Leben des Daniel Küblböck

Am Sonntag sorgte das Verschwinden des ehemaligen DSDS-Kandidaten für Schlagzeilen. Er wird noch immer vermisst. Doch wer ist Daniel Küblböck eigentlich?

Seit mehr als 15 Jahren steht Daniel Küblböck (33) im Rampenlicht: Nach seinem Karrierestart bei DSDS hat sich der aus Hutthurm stammende Musiker allerdings ziemlich verändert. Von dem einstigen schrillen Paradiesvogel ist inzwischen nicht mehr viel übrig. Stattdessen hat der Sänger optisch sowie musikalisch einen kompletten Imagewandel durchgemacht.

Schriller Sänger aus dem TV

Im Jahr 2002 begann er seine Karriere bei DSDS. Mit nur 17 Jahren stand der Publikumsliebling im Finale der Show. Zwar landet Küblböck lediglich auf dem dritten Platz, seine Songs werden trotzdem zu Hits. In Deutschland landet er mit "You Drive me Crazy" auf Platz 1 der Charts. In Österreich verweilt er ganze 20 Wochen lang in der Hitparade.

Im Jahr 2004 ist Küblböck im Dschungelcamp. Auch hier schafft er es ins Finale, auch hier wird der schrille Sänger Dritter.

Millionär mit Solarenergie

Im selben Jahr kommt es zu einem kleinen Skandal: Küblböck rast mit seinem Wagen (und ohne Führerschein) in einen Lastwagen, der mit Gurkengläsern beladen ist. Er wird schwer verletzt und muss 25.000 Euro Strafe zahlen. Ab da wechselt sich das Image des Sängers. Er möchte offenbar nicht mehr als "Clown" gelten. Küblböck verzichtet auf seine bunte Kleidung. Er trägt nur mehr schwarz. Seine Musik wird ebenfalls düsterer. Die Tour trägt den Namen "Ich hasse mich".

Im Jahr darauf gelang ihm der finanzielle Durchbruch: Der Sänger gründet die Firma "Positive Energie GmbH" und investiert in eine Solaranlage. Das führt schließlich dazu, dass er innerhalb kürzester Zeit zum Millionär wird.

Musikalische Rückschläge

Finanziell geht es dann 2011 weiter bergauf. Der Sänger wird von Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser (75) adoptiert. Er wird als alleiniger Erbe genannt.

Im Jahr 2013 wird sein Bruder in der eigenen Wohnung tot aufgefunden. Er starb mit 28 Jahren an Drogenmissbrauch. Die zwei sollen aber bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt haben. Im selben Jahr wird Küblböcks Firma aus dem Handelsregister gelöscht.

Musikalisch wird es ruhiger. Nicht nur das Küblböck in Richtung Jazz geht, er gibt auch nur mehr wenige Konzerte. 2014 versucht er wieder ins Rampenlicht zu treten und bewirbt sich für den "Eurovision Song Contest". Er wird jedoch abgelehnt.

Im Jahr darauf kehrt Küblböck wieder ins TV-Geschäft zurück. Er nimmt ans der RTL-Show "Let's Dance" teil, landet schließlich auf Platz 6. Im September des selben Jahres fängt er an Schauspiel am "Europäischen Theaterinstitut" zu studieren. In diesem Monat hätte er seinen Abschluss machen sollen. Jetzt wird er vermisst, er soll von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein - mehr dazu hier! (slo)

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