Kleine Boxen, großer Ärger: In Margareten geht der Bezirk gegen Airbnb-Schlüsselboxen im öffentlichen Raum vor. An Geländern, Fahrradständern und anderen Einrichtungen montierte Boxen sollen verschwinden.
Die Kästchen werden von Betreibern von Kurzzeitunterkünften genutzt, damit Gäste selbstständig an ihre Wohnungsschlüssel kommen. Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) kündigt nun ein konsequentes Vorgehen gegen unerlaubt angebrachte Boxen im öffentlichen Raum an: "Wohnraum darf nicht zum Spekulationsobjekt werden, und der öffentliche Raum ist kein Ort für die Abwicklung von Kurzzeitvermietungen. Deshalb gehen wir gegen Schlüsselboxen im öffentlichen Raum vor. Sie werden von den zuständigen Magistratsdienststellen entfernt."
Bei der Suche nach den unerlaubt montierten Schlüsselboxen setzt der Bezirk auch auf die Margaretner Bevölkerung. Wer eine solche Box entdeckt, kann den Standort per E-Mail an [email protected] melden. Ein möglichst genauer Ort sowie ein Foto sollen den zuständigen Stellen die Überprüfung erleichtern.
Hinter der Aktion steht auch die Debatte über Kurzzeitvermietungen und deren Auswirkungen auf den Wiener Wohnungsmarkt. Der Bezirk will verhindern, dass Wohnungen dauerhaft der normalen Wohnnutzung entzogen werden.