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Airbnb führt jetzt eine Luxuskategorie ein

Heute Redaktion
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Hotel-Flair mit Frühstück statt Schlafplatz auf der Couch: Die Internetplattform Airbnb hat zum zehnjährigen Jubiläum eine neue Wachstumsstrategie präsentiert.

Die Internetplattform Airbnb will fortan sämtlichen Bedürfnissen von Reisenden nachkommen. Noch vor zehn Jahren hätten viele die Idee, dass Fremde in anderen Privatwohnungen übernachten, für "verrückt" gehalten, erklärte der Chef und Mitgründer des Portals, Brian Chesky. "Heute tun Millionen Menschen jede Nacht genau das."

Airbnb will mit seinem am Donnerstag (Ortszeit) präsentierten neuen Kurs bis 2028 die Zahl von jährlich einer Milliarde Übernachtungsgästen schaffen. Das Portal vermittelt private Ferienzimmer bis hin zu ganzen Häusern in mittlerweile 81.000 Städten weltweit. Seit dem Gründungsjahr 2008 gab es mehr als 300 Millionen Buchungen, wie das Unternehmen mit Sitz in San Francisco angibt.

"Zusätzlicher Seelenfrieden" für Gäste

Auf den Weg gebracht hat Airbnb nun unter anderem die Kategorie "Plus" - dabei werden Komfort, Sauberkeit und Ausstattung der Zimmer vor Ort geprüft. Das Angebot richte sich an Gäste, die nach "wunderschönen Häusern, außergewöhnlichen Gastgebern und zusätzlichem Seelenfrieden" suchen, erklärte Airbnb. Das Portal startete sein "Plus"-Angebot zunächst mit 2.000 Unterkünften in 13 Städten.

Airbnb führte auch neue Suchkategorien ein, unter anderem "Bed and Breakfast" und "Boutique" - also kleine unabhängige und oft luxuriöse Hotels. Auch wer eine passende Location für seine Hochzeit oder die beste Unterkunft für eine Gruppenreise oder den Familienurlaub sucht, soll künftig auf dem Portal leichter fündig werden.

Mit seiner neuen Strategie beschreitet der Community-Marktplatz für Buchung und Vermietung von Unterkünften immer mehr den Weg zu einem Hotelanbieter. Nicht zuletzt deshalb ist das Unternehmen vielen in dieser Branche ein Dorn im Auge. Außerdem sehen sich Airbnb und ähnliche Portale immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, die ohnehin schon knappe Wohnungssituation in Großstädten zu verschärfen.

Mehr dazu hier: "Studie: Airbnb blockiert 2.000 Mietwohnungen in Wien"

Konkurrenz für Hotelbranche

Wie die Zeitung "Die Welt" am Freitag berichtete, soll das "Plus"-Angebot demnächst auch in den deutschsprachigen Raum kommen, zumindest wollen man bis Ende des Jahres den Service auch in Deutschland verfügbar machen.

Bei Gastgebern mit einem "Plus"-Status arbeiten Airbnb-Experten demnach eine Liste mit hundert Punkten ab, darunter auch das Internetangebot und die Qualität der Betten in der Unterkunft. Außerdem soll sich ein Kundendienst rund um die Uhr um die Belange der Reisenden kümmern, die in der "Plus"-Kategorie gebucht haben.

(red)