Urlauber müssen sich womöglich auf höhere Preise einstellen: Am Innsbrucker Flughafen wächst die Sorge vor teurerem Kerosin – und damit auch vor steigenden Flugkosten.
Flughafen-Chef Marco Pernetta sieht vorerst noch keinen akuten Engpass. "Das Lager ist voll", sagt er in der Tiroler Tageszeitung. Rund drei Wochen könne man den Betrieb auch ohne neue Lieferungen aufrechterhalten. Auch für die nächsten sechs bis acht Wochen erwartet man keine unmittelbaren Probleme. "Danach wird es aber spannend."
Der Grund für die Unsicherheit liegt im Nahen Osten. Sollte die Straße von Hormuz länger gesperrt bleiben, droht ein Engpass beim Flugbenzin. "Dann werden Flüge in den nächsten Monaten wohl teurer werden", warnt Pernetta. Die Folge: Ein harter Wettbewerb um verfügbares Kerosin, bei dem letztlich der Preis entscheidet.
Das könnte spürbare Auswirkungen haben. "Dann werden wohl Flüge gestrichen werden, oder Tickets könnten so teuer werden, dass bei manchen die Bereitschaft nicht mehr vorhanden ist, in den Urlaub zu fliegen."
Noch läuft am Innsbrucker Flughafen alles stabil. Die Betankung übernimmt ein externer Anbieter, der laut Pernetta "sehr gut aufgestellt" ist, das berichtet die Tiroler Tageszeitung. Doch auch ein anderer Faktor könnte die Preise zusätzlich antreiben: Sollte weniger Öl aus dem Nahen Osten verfügbar sein, müsste stärker auf Nordsee-Öl zurückgegriffen werden. Dieses sei jedoch anders zusammengesetzt und mache die Kerosinherstellung teurer.
Dabei lief es zuletzt eigentlich gut für den Flughafen. In der Wintersaison wurden über 684.000 Passagiere abgefertigt, auch das erste Quartal 2026 brachte ein Plus von 3,4 Prozent.