AK-Chef fordert ein Drittel mehr Arbeitslosengeld

AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer fordert vom Land OÖ finanzielle Unterstützung für Arbeitslose.
AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer fordert vom Land OÖ finanzielle Unterstützung für Arbeitslose.Bild: picturedesk/fotokerschi.at

AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer fordert vom Land OÖ finanzielle Unterstützung für Arbeitslose. Es soll ein Drittel zum Arbeitslosengeld des Bundes zuschießen.

560.000 Arbeitslose im März 2020 in Österreich, davon 66.120 in Oberösterreich. Mit Ausbruch der Corona-Krise Mitte März erlebte der Arbeitsmarkt durch den „Shutdown" der Regierung eine ordentliche Zunahme an arbeitslosen Menschen.

Viele Arbeitsplätze konnten durch die neue COVID-Kurzarbeit erhalten werden, jedoch nicht alle. Tausende Arbeitnehmer konnten dieses Modell nicht in Anspruch nehmen. Sie wurden von

ihrem Arbeitgeber zum AMS geschickt, erhalten so ein oftmals viel zu geringes Arbeitslosengeld, so AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Da in Österreich beim Arbeitslosengeld in der Regel nur 55 Prozent des vorigen Nettoeinkommens ausgezahlt werde, sei für viele Betroffene eine würdige Existenzsicherung kaum möglich.

Das Armutsrisiko steigt.

Kosten von rund 24 Millionen Euro

Deshalb fordert der AK-OÖ-Präsident vom Land OÖ einen sofortigen Zuschuss beim Arbeitslosengeld. Kalliauer möchte für Arbeitslose und Schulungsteilnehmer, die beim AMS registriert sind, eine Erhöhung des Arbeitslosengelds um ein Drittel erreichen.

Im internationalen Vergleich habe Österreich eine der niedrigsten „Nettoersatzraten" bei Arbeitslosigkeit und liege sogar unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent. Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 75 Prozent würde in Oberösterreich Kosten von geschätzt rund 24 Millionen Euro (inkl. SV-Beiträge) pro Monat verursachen.

„Bis zum Gelingen einer bundesweiten Lösung sollte das Land OÖ nicht nur für die Betriebe eine Soforthilfe anbieten, sondern auch für alle ArbeitnehmerInnen, die ihren Job verloren haben", so Präsident Kalliauer.

Weitere Forderung: Corona-Arbeitsstiftung

Und noch etwas möchte Kalliauer durchsetzen: eine von der öffentlichen Hand finanzierte Corona-Arbeitsstiftung. Sie soll weiterbildungswilligen Arbeitslosen die Chance für einen beruflichen Neustart ermöglichen und durch zusätzliches Geld aus dem Stipendiums-Topf das Einkommen auffetten.

„Mit in Summe 25 Millionen Euro für eine Corona-Arbeitsstiftung kann das Land OÖ rund 2.500 Arbeitslosen eine zukunftsträchtige Ausbildung ermöglichen", so Kalliauer.

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