AK kritisiert "absurde" Väterkarenz-Hürden

AK-Chefin Renate Anderl
AK-Chefin Renate AnderlBild: Denise Auer

Die Arbeiterkammer kritisiert "absurde bürokratische Tücken" beim Kinderbetreuungsgeld und dem "Papa-Monat" und fordert Erleichterungen von Ministerin Stilling.

Die Arbeiterkammer (AK) wettert aktuell gegen "absurde bürokratische Tücken" beim Kinderbetreuungsgeld und dem seit 1. September geltenden Rechtsanspruch auf einen "Papa-Monat". Als Beleg für diese "systematischen Schikanen" nennt AK-Präsidentin Anderl gleich mehrere Fälle:

Fall 1

Ein Vater wollte sich einen Papa-Monat nehmen. Doch weil Tochter und Mutter aus gesundheitlichen Gründen länger im Spital bleiben mussten und er arbeitete, wurde der Antrag abgelehnt. Begründung: Aufgrund der Trennung liege kein "gemeinsamer Haushalt" vor.

Fall 2

Ausgangssituation wie Fall 1, Vater blieb aber während des ganzen Krankenhausaufenthalts bei der Tochter im Spital. Der Antrag wurde trotzdem abgelehnt, weil das Gesetz in einem Spital generell keinen "gemeinsamen Haushalt" sieht.

Fall 3

Elternpaar wollte nachträglich die Karenzaufteilung ändern. Folge: Das Kinderbetreuungsgeld wurde einen Monat lang gestrichen, danach erlosch auch der Restanspruch.

Reformen

Die AK fordert nun von Übergangsministerin Stilling, per Erlass nachträgliche Antragsänderungen zumindest einmalig möglich zu machen (Fall 3). Um die Fälle 1 und 2 künftig vermeiden zu können, braucht es laut Anderl aber auch Änderungen am Gesetz.



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(mat)

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