Kindersonnencreme im Test – das sind die Besten

Nach dem Abtrocknen unbedeckte Hautstellen großzügig nachcremen!
Nach dem Abtrocknen unbedeckte Hautstellen großzügig nachcremen!Getty Images/iStockphoto
Ökotest hat 21 Produkte getestet. Neun davon schnitten "sehr gut" ab. Welche das sind, erfährst du hier.

Jeder Mensch braucht etwas Sonne, vor allem für die Produktion von Vitamin D, das dazu beiträgt, die Entwicklung von Knochenkrankheiten wie Rachitis (Knochenerweichung bei Kindern), Osteomalazie (Knochenerweichung bei Erwachsenen) und Osteoporose (Knochenschwund) zu verhindern. Aber zu viel Sonne kann gefährlich sein. UV-Strahlung ist der Hauptverursacher von Hautkrebs – eine Krankheit, die sich mit vermeiden lässt, wenn man regelmäßig Sonnenschutz aufträgt.

Was für Erwachsene gilt, gilt für Kinder erst recht. Denn Kinderhaut ist noch empfindlicher. Ökotest hat 21 Sonnencremes für Kinder aus Drogerien, Supermärkten, Apotheken und Reformhaus unter die Lupe genommen. Anhand der für Kosmetikhersteller verpflichtenden Inhaltsstoffliste prüfte ein Labor, ob die Cremes Problemstoffe wie bedenkliche UV-Filter enthalten. Die Cremes wurden auf halogenorganische Verbindungen und Formaldehyd/-abspalter analysiert, die auch in Kinderkosmetika immer noch als Konservierungsmittel eingesetzt werden dürfen. Außerdem wurde gemessen, ob sich in den Cremes mit dem UV-Filter Octocrylen größere Mengen der krebsverdächtigen Substanz Benzophenon gebildet haben.

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Das sind die Testsieger

Neun der getesteten Produkte schnitt "sehr gut" ab – darunter zwei Naturkosmetik-Produkte mit umweltfreundlichen mineralischen Filtern. Fünf waren "gut", zwei "befriedigend", vier mangelhaft und eines "ungenügend".

Chemische und mineralische Filter im Vergleich:

Chemische UV-Filter dringen in die Haut ein und wandeln aufgrund einer chemischen Reaktion die UV-Strahlung in Wärme um, die dann an die Haut abgegeben wird. Zudem stehen chemische Filter im Verdacht, hormonell im Körper zu wirken. Eventuelle Spätschäden sind noch unbekannt. Obendrauf zerstören chemische Filter das Ökosystem in den Gewässern. 

Mineralischer Sonnenschutz ist die Alternative zur konventionellen Sonnencreme. Er liegt auf der Haut auf, dringt aber nicht in sie ein. Der Schutz besteht aus natürlich weißen Farbpigmenten, nämlich mineralischen Mikropartikeln namens Titandioxid oder Zinkoxid. Beide Partikel reflektieren die UV-Strahlung wie kleine Filter und schirmen die Haut vor Sonneneinstrahlung ab. So wird die Haut geschützt. Sonnencreme ohne Chemie reizt die Haut nicht, da sie aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Daher ist ein mineralischer Schutz für Allergiker, Schwangere, stillende Mütter, Babys und Menschen mit sehr empfindlicher Haut geeignet.

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Am besten Schutzfaktor 50

Kinder brauchen nicht unbedingt eine spezielle Kinder­sonnencreme, aber wichtig ist ein hoher Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50. Die größten Unterschiede im Schutz entstehen dadurch, ob man das Produkt ausreichend aufträgt. Sonnenmilch sollte immer großzügig und mehrfach aufgetragen werden. Auch wenn die Werbung auf den Sonnencremes die Wasserfestigkeit betont: Nach dem Abtrocknen unbedeckte Hautstellen großzügig nachcremen!

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