Bratwürstel stanken so, dass Tester Biss verweigerten

Igitt! Ein Bratwürstel-Test endete mit einem unappetitlichen Ergebnis.
Igitt! Ein Bratwürstel-Test endete mit einem unappetitlichen Ergebnis.Heute
Bei diesem Ergebnis vergeht einem der Appetit. Die AK untersuchte Bratwürstel. Aber: In einem Fall wollte kein Tester abbeißen.

Würstel gehören zum Christkindlmarkt wie Käse aufs Raclettebrot. Die Qualität erkennt man aber nicht immer auf den ersten Blick. Daher ließen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich die Schweinsbratwürstel in einem Labor untersuchen.

Das Ergebnis: Bei zehn Produkten kann man bedenkenlos zugreifen bzw. herzhaft zubeißen. So oft stellten die Experten ein einwandfreies Zeugnis aus. 

Fünf Bratwürstel wurden als wertgemindert eingestuft. Die Arbeiterkammer beanstandete mikrobiologische Abweichungen. Drei Erzeugnisse wiesen sogar sensorische Mängel auf – sprich: die Würstel rochen oder schmeckten komisch.

Ein Produkt hatte einen derartig fremdartigen, sauren und alten Geruch, dass die Tester die Verkostung verweigerten.

Von einem generellen Verzehr raten die Konsumentenschützer im Fall von zwei Produkten ab. Beide wiesen Mängel in puncto Geruch und Geschmack auf. Zudem zeigten die mikrobiologischen Analyse-Ergebnisse eine Überschreitung des Warnwertes an Darmkeimen. Daraus lässt sich auf mangelhaftes Ausgangsmaterial oder unzureichende Personalhygiene schließen, erklären die Experten der Arbeiterkammer. 

Um zehn Prozent teurer

Neben der Qualität hat die AK auch die Preise verglichen. Die gebrühten Würste im Test kosteten je Kilo zwischen 9,38 und 16,65 Euro, die rohen zwischen 11,90 und 19,90 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019 stellte die Kammer eine Preissteigerung von knapp zehn Prozent fest.

Grundsätzlich rät die AK, beim Kauf Nase und Augen zu nutzen. Frische, rohe Bratwürste besitzen in der Regel eine zartrosa Fleischfarbe. Gebrühte Würste wirken meist etwas bleicher und steifer. Skepsis ist angesagt, wenn sich bereits ein säuerlicher Geruch bemerkbar macht oder sich trübe Flüssigkeit in der Packung befindet.

"Teuerster Hot Dog der Welt"

Den Biss in diese Wurst sollte man ganz lang genießen: Ein Stand am Luzerner Christkindlmarkt in der Schweiz rühmt sich damit, den "teuersten Hot Dog der Welt" zu verkaufen.

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