Wien

Aktion gegen illegale Rodungsarbeiten in der Donaustadt

In der Wiener Donaustadt wurden Abbruch- Rodungs- und Mulcharbeiten gestoppt. Eine Bürgerinitiative befürchtet weitere Zerstörungen der Natur.
Heute Redaktion
21.02.2022, 14:25

Am Montag hätten in der Nordmanngasse 60 wieder die Bagger auffahren sollen. Verhindert hat das die Bürgerinitiative "Freies Donaufeld", die eine Mahnwache gegen die Zerstörung der Biodiversität abhielt. Hintergrund der Aktion ist, dass schon in den vergangenen Tagen Abbruch-, Rodungs- und Mulcharbeiten ohne Genehmigungen durch den Wohnfonds Wien stattfanden. Diese wurden auf Drängen der Initiative von der MA 22 (Umweltschutzabteilung) vorübergehend gestoppt.

Streng geschützte Arten gefährdet

Auf dem Gelände befindet sich ein kleiner Teich, der jedes Jahr von der geschützten Wechselkröte als Leichgewässer genutzt wird. In einem alten Haus sollen außerdem geschützte Fledermausarten anzutreffen sein. "Die hier anzutreffenden Arten – Wechselkröte, Neuntöter (Singvogel) und Fledermäuse – sind streng geschützt. Ihre Gefährdung und Tötung stellen ein schweres Vergehen gegen europäisches Naturschutzrecht dar", so die Kritik der Aktivisten. Ziel der Aktion war es laut Organisatoren "gegen die Praktiken des Wohnfonds Wien" zu protestieren und aufmerksam zu machen.

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