Seit 22. Oktober 2020 gilt im Bereich des Keplerplatzes in Wien-Favoriten eine polizeiliche Schutzzone. Offizielles Ziel ist dabei, Minderjährige vor strafbaren Handlungen zu schützen. Polizisten dürfen in diesem Bereich deswegen Personen wegweisen, von denen anzunehmen ist, dass sie strafbare Handlungen nach dem Strafgesetzbuch, dem Verbotsgesetz oder dem Suchtmittelgesetz begehen könnten.
Am Dienstag kam es deswegen abermals zu einer Schwerpunktaktion der Wiener Polizei. Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) konnten dabei mehrere mutmaßliche Suchtmittelhändler festnehmen.
Ein 21-jähriger slowakischer Staatsangehöriger, ein 27-jähriger syrischer Staatsangehöriger, ein 27-jähriger afghanischer Staatsangehöriger sowie ein 30-jähriger syrischer Staatsangehöriger konnten dabei beobachtet werden, wie diese an mehrere Personen Suchtmittel verkauften. Alle vier Personen wurden vorläufig festgenommen.
Sowohl gegen die Suchtmittelhändler als auch gegen die sechs Personen (im Alter zwischen 24-65 Jahren) welche die Suchtmittel erwerben wollten, wurde ein Betretungsverbot für die bestehende Schutzzone am Keplerplatz ausgesprochen. Insgesamt wurden rund 10 Gramm Cannabisharz, eine geringe Menge Crystal Meth sowie Bargeld in der Höhe von 380 Euro sichergestellt.