Treibstoffkosten explodieren

Aktion scharf! – Minister im Kampf gegen Preiswucher

Der Iran-Krieg lässt in Österreich die Treibstoffpreise hochschießen. Hattmannsdorfer prüft Preiswucher und startet eine Aktion scharf gegen Abzocker.
Newsdesk Heute
06.03.2026, 17:28
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Der Krieg zwischen USA, Israel und dem Iran hat spürbare Reaktionen auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten zur Folge. Risikoaufschläge und steigende Börsenpreise sind bereits in die Höhe geschnellt. Das wirkt sich – zeitverzögert – auch auf die Preise an Österreichs Zapfsäulen aus.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) schaut da jetzt ganz genau hin: "Eines ist klar: Wir werden nicht zulassen, dass einzelne Unternehmen die Krise ausnutzen, um unlautere Gewinne auf Kosten derjenigen zu machen, die auf das Auto angewiesen sind."

Der Wirtschaftsminister hat daher eine vertiefte Prüfung der aktuellen Preisentwicklung angeordnet. Das Institut für Höhere Studien (IHS) analysiert mit Unterstützung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) die Entwicklung der Treibstoffpreise, um mögliche Abzocke rasch identifizieren zu können. Es werde allen Hinweisen auf wettbewerbswidriges Verhalten konsequent nachgegangen.

"Die Aktion scharf ist ein klares Signal: Wir werden nicht akzeptieren, dass einzelne die aktuelle Situation ausnutzen, um zusätzliche Gewinne zu erzielen", so der ÖVP-Mann. Er will aber kühlen Kopf bewahren und keine Schnellschüsse abfeuern.

"Werden nichts überhasten"

"Aktuell ist zu berücksichtigen, dass sich der Konflikt im Nahen Osten erst seit wenigen Tagen auf die Märkte auswirkt. Entsprechend reagieren Rohstoffbörsen und Energiepreise kurzfristig oft sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen."

Es wäre "unseriös" in dieser frühen Phase des Konflikts bereits endgültige Schlüsse zu ziehen, sagt Hattmannsdorfer. "Wir bereiten uns auf mögliche Entwicklungen vor, werden aber nichts überhasten. Entscheidend ist, ob es sich um kurzfristige Marktreaktionen handelt oder ob sich Preissteigerungen dauerhaft verfestigen."

Sollte es zu strukturellen Marktverwerfungen oder unlauteren Preisentwicklungen kommen, könne die Regierung notfalls auch mit fiskalpolitischen Maßnahmen reagieren.

Hattmannsdorfer betont jedoch: Trotz der jüngsten Teuerung an den Tankstellen ist Sprit in Österreich (noch) billiger als im europäischen Durchschnitt.

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