Alarm um lange Wartezeiten für Krebspatienten

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Ärzte- und Patientenvertreter warnen davor, dass Krebspatienten immer längere Wartezeiten bei der Strahlentherapie in Kauf nehmen müssen - Zeit, die oftmals über Leben und Tod entscheidet.

Ärzte- und Patientenvertreter warnen davor, dass Krebspatienten  immer längere Wartezeiten bei der Strahlentherapie in Kauf nehmen müssen - Zeit, die oftmals über Leben und Tod entscheidet.
Zirka 60 Prozent aller Krebspatienten brauchen eine , für die es in Österreich - laut einer Studie der internationalen Atomenergiebehörde - aber zu wenig Geräte gibt. Derzeit gebe es laut Ärztekammer 43 Linearbeschleuniger in Österreich, es sollten aber 64 sein.

Vor allem in Wien, Niederösterreich und im Burgenland seien die Versorgungsdefizite besorgniserregend, so der Obmann der Fachgruppe Radioonkologie in der Ärztekammer, Robert Hawliczek, gegenüber Ö1. „Wir haben zum Teil lebensgefährliche Wartezeiten. Stellen Sie sich vor, Sie haben Krebs. Wir pulvern Millionen in die Frühdiagnose und dann stehen Sie auf einer Warteliste und werden nicht behandelt!"
Therapieerfolge in Gefahr

Durch die Wartezeiten komme es zu psychischen Belastungen, aber auch Therapieerfolge können beeinträchtigt werden, lautet die Kritik. Bestrahlungen gelten neben chirurgischen Eingriffen als zweitwichtigste, heilende Methode in der modernen Krebstherapie.

Auch die Patientenanwälte fordern den Gesundheitsminister auf, rasch Lösungen mit den beteiligten Ländern zu suchen, um das Versorgungsdefizit zu beheben. „Der nächste Schritte wäre eigentlich, dass man auch vom Ministerium überlegen muss, ob es die Engpässe nur in der Ostregion gibt, oder ist das in ganz Österreich ein Versorgungsdefizit“, sagte Patientenanwalt Gerald Bachinger.

Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, dass der Forderungskatalog der Patientenanwälte zur Zeit geprüft werde.

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