Albertina-Chef über Lockdown: "Verlieren 2,5 Millionen"

In einem Video äußert sich der Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder zu den Konsequenzen und Herausforderungen, die der Lockdown mit sich bringt.
In einem Video äußert sich der Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder zu den Konsequenzen und Herausforderungen, die der Lockdown mit sich bringt.Helmut Graf
Wegen dem Lockdown bleiben Kultureinrichtungen erneut geschlossen. In einem Video bittet nun Albertina-Chef Schröder die Regierung um Hilfe.

"Dieser Lockdown versetzt uns in eine äußert schwierige Situation. Er war in keiner Weise vorherzusehen und er ist auch nicht angekündigt worden. Im Gegenteil – er ist ausgeschlossen worden", ärgert sich Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder jetzt in einem Video. Seit Montag ist Österreich erneut in einem Lockdown. 20 Tage lang sollen Handel, Gastronomie und Kultureinrichtungen geschlossen bleiben. Danach soll das normale Leben, zumindest für Geimpfte, weitergehen. 

Millionenverluste bis Jahresende

Für Schröder und sein Museum ist die erneute Schließung eine Katastrophe. "Als ich im Juni dieses Jahres beschlossen habe, im Herbst, mit einjähriger Verspätung, Modiglianidurchzuführen, ist die Pandemie als ein Ereignis beschrieben worden, das bereits der Vergangenheit angehört. Auch als wir die Ausstellung im Herbst eröffnet haben, war eigentlich jeder der Meinung, diese Pandemie ist vorbei und auf keinen Fall kommt es mehr zu einem Lockdown."

Vor der erneuten Museumsschließung besuchten laut Schröder jedes Wochenende täglich rund 3.000 Personen die Schau. Damit ist nun Schluss. "Wir haben gehofft, dass wir mit der Modigliani-Ausstellung, trotz der reduzierten Besuchererwartung, die hohen Kosten dieser grandiosen Ausstellung hereinspielen können. Jetzt machen wir aufgrund des Lockdowns bis Jahresende einen weiteren Verlust in der Höhe von einer Million Euro."

Durch die Unterstützungen des Bundes konnte der bisherige Verlust des Museums in Höhe von sechs Millionen Euro reduziert werden. "Das reicht aber nicht. Jetzt sind wir auf die Hilfe der Republik Österreichs und des Kulturministeriums angewiesen. Wir müssen angesichts dieses Lockdowns am Ende des Jahres mit einem Verlust von 2,5 Millionen Euro bis maximal drei Millionen Euro rechnen."

Mit 2,5 Millionen Euro ist die Modigliani-Ausstellung die bisher teuerste Schau der Albertina. Das Museum verlagert seine Führungen und Veranstaltungen, bis zum Ende des Lockdowns, ins Netz.

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