Van der Bellen eröffnet Festspiele mit EU-Appell

Die feierliche Eröffnung der Salzburger Festspiele 2018 durch den Bundespräsidenten ging nicht ohne mahnende Worte über die Bühne.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Freitagnachmittag die diesjährigen Salzburger Festspiele feierlich eröffnet – mit wunderbarem Wetter und einem energischen Appell für die Europäische Union.

Er wolle "nicht ungerne" in der Politik auf "Blitz und Wahnsinn" verzichten, sagte Van der Bellen. Die Gründerväter der EU hätten "Leidenschaft, Verantwortung und Augenmaß" bewiesen und umso bedauerlicher sei es, dass Großbritannien nun den Staatenbund verlasse. Briten-Premierministerin Theresa May kam übrigens als Gast von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach Salzburg.

Gegen freiwillige Verzwergung

Der Bundespräsident fand mahnende Worte: "Die Vertreter des alten Kirchturm-Nationalismus, deren Weitblick gerade einmal bis zur eigenen Staatsgrenze reicht, spüren Aufwind." Man müsse sich "vor freiwilliger Verzwergung" hüten.

Van der Bellen halte nationale Souveränität "für die politische Illusion schlechthin", denn die gebe es in der globalisierten Welt nicht mehr. Der Bundespräsident beschwor das vereinte Europa, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam anzugehen.

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(red)

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