Alko-Crash von SP-Frau: Zugverkehr stand still

Mit über zwei Promille im Blut hatte SP-Gemeinderätin Stefanie Haindl (27) in Puchberg einen Unfall gebaut, ihr Wagen wurde auf die Gleise geschleudert, die Schneebergbahn stand 90 Minuten still.
Details rund um den Unfall einer "blauen" SP-Funktionärin: Jugendgemeinderätin Stefanie Haindl (27) war am Freitagabend in Puchberg (Bezirk Neunkirchen) mit ihrem VW Polo ins Schleudern geraten. Der Kleinwagen wurde dabei von der Straße auf die parallel verlaufenden Geleise katapultiert. Der Wagen kam genau auf den Schienen zum Stillstand.

Die Jungpolitikerin kam dabei recht glimpflich davon, für die Einsatzkräfte wartete aber Schwerarbeit. Der Zugverkehr der Schneebergbahn musste für rund 90 Minuten unterbrochen werden, die Feuerwehr barg das Wrack von den Gleisen.

Lebenslustige SP-Frau reuig



Die 27-Jährige war gerade in Richtung Heimatgemeinde Grünbach (Bezirk Neunkirchen) unterwegs gewesen, der Unfall war bereits am vorletzten Freitag (10. Mai) passiert. Die SP-Frau (SP Grünbach) hatte dabei über zwei Promille Alkohol im Blut, den Führerschein ist sie los ("Heute" berichtete). Auf der Homepage der SPÖ führt die Speditionskauffrau folgende Hobbys an: Veranstaltungen, Wandern, Lesen, Freunde.

CommentCreated with Sketch.51 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Lenkerin selbst nahm auf Anfrage auch Stellung: "An diesem Abend war vorgesehen, dass ich die Nacht bei Bekannten verbringen werde. Durch eine von mir unerklärliche Kurzschlussreaktion bin ich alkoholisiert ins Auto gestiegen und habe mich auf den Weg in meine Heimat begeben. Ich bin unendlich dankbar, dass bei diesem Unfall niemand anderer zu Schaden gekommen ist. Mein Verhalten ist nicht entschuldbar. Mir persönlich wird es die Lehre meines Lebens sein. Rückgängig kann ich leider nichts mehr machen, aber ich werde gewiss aus meinem Fehler lernen", so Stefanie Haindl reuig und einsichtig.



Ortschef hält zu Jungpolitikerin


Über Konsequenzen war vorerst nichts bekannt, die Alkoholisierung war offenbar anfangs nicht bekannt. Bürgermeister Peter Steinwender (SP) am Dienstag auf Nachfrage: "Die Lenkerin wird sehr viele Konsequenzen durch ihr Fehlverhalten tragen müssen. Ihr Unfall ist in ihrer Freizeit passiert und steht in keinem Zusammenhang mit ihrer politischen Tätigkeit, welche sie sehr engagiert durchführt."

Wegen der Funktion als Jugendgemeinderätin sagt der Ortschef: "Dazu muss auch gesagt werden, dass diese Alkoholvergehen leider regelmäßig passieren. Für eine prinzipielle Diskussion über den österreichischen Umgang mit Alkohol bin ich jederzeit als Unterstützer zu haben. Hier an einem Einzelschicksal ein Exempel zu statuieren wäre kein sinnvoller Weg."

(Lie)

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