Teils saftige Strafen

Alkohol am Steuer – in diesem Urlaubsland droht Haft

Alkohol, Handy oder Tempo: Wer im Ausland gegen Verkehrsregeln verstößt, riskiert hohe Strafen, Fahrzeugverlust oder sogar Haft.
Oberösterreich Heute
23.05.2026, 14:52
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Viele Österreicher starten jetzt mit Auto oder Motorrad in den Urlaub. Doch Vorsicht: Wer sich im Ausland nicht an die Verkehrsregeln hält, kann schnell tief in die Tasche greifen. Der ÖAMTC warnt jetzt vor den häufigsten Irrtümern rund um Verkehrsstrafen in Europa.

"Gerade in beliebten Urlaubsländern kann eine kleine Unachtsamkeit schnell mehrere hundert Euro kosten - oder am Ende sogar das Fahrzeug", erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Viele Urlauber würden die Regeln im Ausland unterschätzen.

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Besonders streng geht Italien gegen Alkohol am Steuer vor. Ab 1,5 Promille kann dort das Fahrzeug beschlagnahmt werden - vorausgesetzt, der Lenker ist auch der Besitzer. In Spanien droht ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten. Schon ab 0,5 Promille werden in Spanien und Deutschland mindestens 500 Euro fällig, in Italien zumindest 545 Euro.

Auch beim Tempo kennen manche Länder kein Pardon. Wer in Norwegen um 20 km/h zu schnell fährt, zahlt mindestens 750 Euro. In Schweden werden dafür ab 225 Euro fällig. Italien verlangt bei derselben Überschreitung 175 Euro - nachts wird es noch teurer. Wer in Norwegen gar 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit mindestens 1.365 Euro Strafe rechnen.

Ein weiterer Irrtum betrifft das Parken. Vor allem in Kroatien landen laut ÖAMTC oft Jahre später noch Nachforderungen im Briefkasten, weil Urlauber kein Ticket gelöst haben. Teilweise geht es um rund 200 Euro. Der Club empfiehlt deshalb, Parkscheine zu fotografieren und Zahlungsbelege mindestens fünf Jahre aufzubewahren.

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Auch Handy teuer

Auch Handy am Steuer oder fehlender Gurt werden in vielen Ländern deutlich härter bestraft als in Österreich. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung kostet in Frankreich mindestens 135 Euro, in Italien 250 Euro. Wer sich in Griechenland nicht anschnallt, zahlt sogar bis zu 350 Euro.

Besonders wichtig: Strafzettel aus dem Ausland einfach zu ignorieren, ist keine gute Idee. Offene Strafen aus EU-Ländern können auch in Österreich eingetrieben werden. Zudem drohen Probleme bei der nächsten Einreise ins Urlaubsland.

Der ÖAMTC rät deshalb, Strafen möglichst rasch zu bezahlen. In vielen Ländern gibt es dafür sogar Rabatte. In Spanien halbiert sich die Strafe bei Zahlung innerhalb von 20 Tagen. In Italien gibt es binnen fünf Tagen 30 Prozent Nachlass.

{title && {title} } red, {title && {title} } 23.05.2026, 14:52
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