Der Viertelfinal-Krimi zwischen England und Norwegen (2:1) bei der Fußball-WM sorgt auch Tage später noch für Schlagzeilen. Diesmal stehen allerdings nicht Erling Haaland oder Jude Bellingham im Mittelpunkt, sondern Haalands Vater Alf-Inge und Manchester-United-Legende Roy Keane.
Auslöser war ein Beitrag von Alf-Inge Haaland auf X. Nach dem Aus der Norweger gratulierte der Ex-Profi nicht England, sondern "Bellingham und dem Schiedsrichter". Seiner Meinung nach sei Norwegen vom französischen Referee Clément Turpin benachteiligt worden. Besonders ärgerte ihn die Aberkennung eines zweiten norwegischen Treffers nach VAR-Eingriff, weil Erling Haaland zuvor ein Foul an Elliot Anderson begangen haben soll.
Keane reagierte auf die Kritik im Podcast "Stick to Football" mit einer scharfen Spitze gegen seinen langjährigen Rivalen. "Vielleicht sieht er das Spiel anders, weil er bei den Spielen immer Alkohol trinkt", sagte der Ire. "Wenn du etwas getrunken hast, siehst du manche Szenen eben anders."
Diese Bemerkung ließ Papa Haaland nicht auf sich sitzen. Unter einem Beitrag mit Keanes Aussagen kommentierte der Norweger lediglich: "Einmal ein Idiot, immer ein Idiot." Den englischen Kraftausdruck löschte er später wieder.
Der Streit zwischen den beiden reicht fast 30 Jahre zurück. 1997 verletzte sich Keane bei einem Tackling gegen Haaland schwer am Knie. Der Norweger warf ihm damals Schauspielerei vor. Vier Jahre später revanchierte sich Keane mit einem brutalen Foul am Knie seines Gegenspielers, sah dafür die Rote Karte und gab später in seiner Autobiografie zu, die Aktion absichtlich begangen zu haben.
Auch Gary Neville und Ian Wright stellten sich nach dem WM-Spiel gegen Haaland senior. Beide widersprachen dessen Schiedsrichter-Kritik. Wright sprach sogar von einem "billigen Seitenhieb". Haaland löschte seinen ursprünglichen X-Beitrag mittlerweile wieder.