Die Aufregung um Jude Bellinghams 1:1-Ausgleich gegen Norwegen reißt nicht ab. Kurz vor der Halbzeit hatte der England-Star getroffen und damit den Grundstein für den späteren 2:1-Erfolg nach Verlängerung gelegt. Doch der Treffer hätte laut Regelwerk wohl irregulär.
Der Grund: Sekunden vor dem Tor berührte der Ball nach einem Abschlag von Norwegens Torhüter Örjan Nyland offenbar das Seil, an dem die Sky-Cam im Stadion in Miami befestigt ist. TV-Bilder legen die Berührung nahe, dennoch ließ Schiedsrichter Clément Turpin weiterspielen.
Nyland protestierte sofort beim Unparteiischen, blieb damit aber erfolglos. Für den früheren FIFA-Schiedsrichter Mark Clattenburg ist die Sache eindeutig. "Wenn der Ball ein Objekt berührt, das nicht zum Spielfeld gehört, muss das Spiel unterbrochen werden", erklärte der Engländer beim TV-Sender FOX.
Nach seiner Einschätzung hätte deshalb auch der Video Assistant Referee eingreifen müssen. Der Treffer zum 1:1 hätte demnach nicht zählen dürfen.
Die Szene sorgt seit dem Schlusspfiff für heftige Debatten. Bereits unmittelbar nach der Partie hatte Alf-Inge Haaland, der Vater von Norwegens Superstar Erling Haaland, schwere Vorwürfe erhoben und erklärt, seine Mannschaft sei "betrogen" worden.