Das dramatische WM-Aus gegen England sorgt in Norwegen weiter für Ärger. Vor allem der Ausgleich der "Three Lions" steht im Mittelpunkt – Erling Haalands Vater erhebt nun schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter und FIFA.
Kurz vor dem Treffer soll der Ball nach einem Abschlag von Norwegens Torhüter Örjan Nyland das Seil der sogenannten Spidercam berührt haben. TV-Zeitlupen deuten zumindest darauf hin. Trotzdem lief das Spiel weiter – wenig später traf Bellingham zum Ausgleich.
Vor allem Alf-Inge Haaland, der Vater von Norwegens Superstar Erling Haaland, zeigte sich nach der Partie außer sich. Der frühere Premier-League-Profi machte seinem Ärger auf der Plattform X Luft.
"Ich finde, wir wurden heute betrogen", schrieb Haaland und reagierte damit auf einen Beitrag des englischen Journalisten Henry Winter.
Für den Ex-Profi ist klar: Das Spiel hätte nach der mutmaßlichen Berührung mit dem Spidercam-Seil unterbrochen werden müssen oder der Treffer hätte nicht zählen dürfen. England sei nicht wegen einer überragenden Leistung von Jude Bellingham weitergekommen, sondern vom Schiedsrichter begünstigt worden, meinte Haaland.
Trotz seiner heftigen Kritik zeigte sich der Norweger am Ende überraschend versöhnlich. Er hoffe nun sogar, dass England die Weltmeisterschaft gewinnt. Die umstrittene Szene dürfte die Diskussionen rund um Fehlentscheidungen der Schiedsrichter noch einmal mehr anheizen.