Der senegalesische Fußballverband (FSF) hat am Samstag die Trennung von Teamchef Pape Thiaw offiziell bestätigt. Ausschlaggebend war vor allem das enttäuschende Aus im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Belgien.
In der Mitteilung des Verbandes heißt es: "Nach einer eingehenden Bewertung der sportlichen Ergebnisse und der Perspektiven der Nationalmannschaft kam das Exekutivkomitee zu dem Schluss, dass die Einleitung dieses Verfahrens im übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs notwendig ist."
Doch damit nicht genug. Der Verband kündigte gleichzeitig einen umfassenden Neustart an. Präsident Augustin Senghor wurde beauftragt, "alle notwendigen Maßnahmen für eine umfassende Neuorganisation sämtlicher Nationalmannschaften zu ergreifen". Damit steht dem afrikanischen Fußball-Schwergewicht ein größerer Umbruch bevor.
Als heißester Kandidat auf die Nachfolge gilt laut der französischen Sportzeitung "L'Equipe" Patrick Vieira. Der Weltmeister von 1998 trainierte zuletzt den italienischen Klub Genoa und soll nun den Senegal zurück in die Erfolgsspur führen.
Für Thiaw endet seine Amtszeit damit turbulent. Der 45-Jährige hätte im September zum Start der Afrika-Cup-Qualifikation ohnehin eine Sperre von fünf Spielen absitzen müssen. Hintergrund war das Chaos im Finale des Afrika Cups gegen Marokko im Jänner.
Damals hatte der Senegal nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung aus Protest vorübergehend das Spielfeld verlassen. Zwar gewann Thiaws Mannschaft die Partie zunächst mit 1:0, später wurde das Endspiel jedoch am Grünen Tisch mit 3:0 für Marokko gewertet. Nun ist für den Teamchef auch bei der Nationalmannschaft endgültig Schluss.