Mit zwei Treffern war Jude Bellingham der große Matchwinner beim 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen Norwegen. Doch nach dem Schlusspfiff sorgte der 23-Jährige nicht nur sportlich für Schlagzeilen. Der Mittelfeldspieler stellte sich öffentlich gegen die Aussagen seines Trainers Thomas Tuchel.
Der deutsche Teamchef hatte unmittelbar nach dem Halbfinal-Einzug die Leistung seiner Mannschaft deutlich kritisiert. "Ich bin nicht glücklich mit der Leistung. Schlampig, nicht schnell genug. Wir hatten heute Glück", sagte Tuchel nach dem Spiel.
Als Bellingham zunächst am Spielfeldrand auf diese Aussagen angesprochen wurde, reagierte nur knapp. "Was auch immer", meinte der sichtlich genervte Bellingham und schoss dann gegen seinen eigenen Trainer.
"Vielleicht weiß er einfach nicht, wie es ist, unter solchen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen. Das ist keine einfache Mannschaft", sagte Bellingham gegenüber DAZN.
Der Real-Madrid-Star stellte sich demonstrativ vor seine Mitspieler. "Ich kann über die Jungs gar nicht genug Gutes sagen. Man gewinnt nicht jedes Spiel, indem man den Ball laufen lässt und 1.000 Pässe spielt. Manchmal musst du dreckig gewinnen – und genau das haben wir heute wieder getan."
Tuchel hatte trotz seiner Kritik auch lobende Worte für die Einstellung seiner Mannschaft gefunden. "Die Mentalität hätte man in Flaschen abfüllen und verkaufen können", sagte der 52-Jährige nach dem Viertelfinal-Erfolg.