Embolo weinte nach Ausschluss

Schweiz-Frust nach VAR-Rot: "Fehler des Schiedsrichter"

Die Schweiz ist im WM-Viertelfinale an Argentinien gescheitert. Nach dem 1:3 wütete Teamchef Murat Yakin. Im Mittelpunkt: Eine VAR-Entscheidung.
Sport Heute
12.07.2026, 08:18
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Der Frust bei Murat Yakin saß tief. Nach dem bitteren WM-Aus gegen Titelverteidiger Argentinien machte der Schweizer Teamchef vor allem eine neue Regel für das Scheitern seiner Mannschaft verantwortlich.

"Das ist eine Regel, die für mich mit Fußball nichts zu tun hat. Dass sie eingeführt wurde, ist absolut unnötig. Wir sind für einen Fehler des Schiedsrichters bestraft worden", schimpfte Yakin nach der 1:3-Niederlage nach Verlängerung.

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Embolo wollte Foul schinden

Auslöser war die spielentscheidende Szene in der 72. Minute. Beim Stand von 1:1 entschied Schiedsrichter Joao Pinheiro zunächst auf Foul von Leandro Paredes und zeigte dem Argentinier die Gelbe Karte. Nach einem Hinweis des Video-Assistenten sah sich der Portugiese die Szene noch einmal an.

Dabei wurde deutlich, dass Breel Embolo überhaupt nicht getroffen worden war und den Kontakt lediglich vortäuschen wollte. Pinheiro nahm die Gelbe Karte gegen Paredes zurück und zeigte stattdessen dem bereits verwarnten Embolo wegen einer Schwalbe die Gelb-Rote Karte.

Möglich war das durch eine neue FIFA-Regel. Diese erlaubt dem VAR einzugreifen, wenn die falsche Person verwarnt oder des Feldes verwiesen wurde – selbst wenn es sich um einen Spieler der gegnerischen Mannschaft handelt.

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Für Yakin völlig unverständlich. "Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, wir waren dominant, spielbestimmend", ärgerte sich der Nationaltrainer. Besonders störte ihn, dass die Regel nur deshalb zur Anwendung kam, weil der Schiedsrichter zunächst überhaupt eine Gelbe Karte gezeigt hatte. "Es gab keinen Grund, dem Argentinier Gelb zu geben, nicht in so einer harmlosen Situation. Er hätte es einfach laufen lassen müssen."

Das Urteil des 50-Jährigen fiel vernichtend aus: "Die Regel hat heute unser Spiel zerstört." Dabei hatte die Schweiz das Spiel nach dem Ausgleich von Dan Ndoye gerade auf ihre Seite gezogen. Alexis Mac Allister hatte Argentinien früh in Führung gebracht, ehe Ndoye zum 1:1 traf. "Ich wollte gerade offensiv wechseln, dann hat der Platzverweis den ganzen Plan auf den Kopf gestellt", erklärte Yakin.

In Überzahl machte Argentinien schließlich alles klar. Julián Álvarez in der 110. Minute und Lautaro Martínez in der Nachspielzeit der Verlängerung schossen Lionel Messi und die "Albiceleste" ins WM-Halbfinale.

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