Alkolenker schaute aufs Handy: Frau tot, 2 Verletzte

Eine Alkofahrt nach einem Discobesuch endete in NÖ mit einer Tragödie: Ein junger Lenker checkte nur schnell die Whats-App-Nachrichten - eine Frau (51) starb, ihr Gatte (53) überlebte knapp.
Mit gesenktem Haupt saß ein 28-Jähriger am Dienstag in St. Pölten auf der Anklagebank. Der junge Mann hatte Mitte März bei Plankenberg (Bez. Tulln) ein Eheglück zerstört.

Nach einem Besuch in einer bekannten Disco in der Gegend hatte sich der damals 27-Jährige mit 0,82 Promille Alkohol im Blut hinters Steuer seines Geländewagens gesetzt. "Ich habe dauernd WhatsApp-Nachrichten bekommen, habe vielleicht zwei Sekunden aufs Handy geschaut", erklärte der Angeklagte.

Frau starb sofort



CommentCreated with Sketch.13 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Bei Plankenberg verlor der junge Mann bei regennasser Straße kurz die Kontrolle über sein Fahrzeug, krachte mit seinem Mitsubishi frontal in den Kleinwagen einer 51-Jährigen. Die Mazda-Frau starb noch am Unfallort, ihr Gatte (53), er war Beifahrer, überlebte schwer verletzt (Serienrippenbrüche, zahlreiche andere Knochenbrüche, Milzriss u.a.), auch der Unfallverursacher wurde verletzt ("Heute" berichtete).

Ein Jahr Haft



Der Angeklagte zeigte sich beim Prozess reuig und bekannte sich geständig, hat auch schon Teile des Schmerzensgeld an den 53-Jährigen und Trauerschmerzensgeld an den Sohn überwiesen.

Das Urteil: Ein Jahr unbedingte Haft wegen grob fahrlässiger Tötung. Die Richterin erklärte dem Angeklagten die Strafhöhe: "Sie waren über 17 Jahre Feuerwehrmann, kennen solche Unfallbilder und die Gefahren. Es musste zudem auch aus generalpräventiver Sicht ein Zeichen gesetzt werden." Der Richterspruch ist nicht rechtskräftig. Und: Der nicht rechtskräftig Verurteilte hat beste Chancen auf eine Fußfessel. (Lie)

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