Allein Freitag 10.000 neue Flüchtlinge in Kroatien

Nachdem Ungarn seinen Grenzzaun zu Slowenien wieder abbaut, haben auch Kroatien und Serbien ihren Grenzstreit beigelegt und die Übergänge wieder geöffnet. So sind allein am Freitag 10.000 neue Flüchtlinge in Kroatien angekommen - ein neuer Tagesrekord. Ein Ende des Zustroms ist nicht in Sicht.
Nachdem Ungarn seinen Grenzzaun zu Slowenien wieder abbaut, haben auch Kroatien und Serbien ihren Grenzstreit beigelegt und die Übergänge wieder geöffnet. So sind allein am Freitag 10.000 neue Flüchtlinge in Kroatien angekommen - ein neuer Tagesrekord. Ein ist nicht in Sicht.

Die Grenzspannungen zwischen Ungarn, Kroatien und Serbien entspannen sich wieder. Ungarn hat damit begonnen, seinen Grenzzaun zu Slowenien wieder abzubauen. Gleichzeitig haben auch Serbien und Kroatien ihren Streit vorerst wieder beigelegt. Zuvor hatte das EU-Land Kroatien wegen des Flüchtlingsstroms den Grenzübertritt für serbische Fahrzeuge gesperrt. Serbien hatte daraufhin seinerseits die Grenze für kroatische Autos gesperrt.

Nun scheint die Lage vorerst entschärft. Ungehalten reagierte Serbiens Premier Aleksandar Vucic allerdings über die Anschuldigung des kroatischen Innenministers Ranko Ostojic, dass Serbien Flüchtlinge wieder gezielt zu den EU-Grenzen weiterleite. "Wir haben keinen Korridor Richtung Ungarn geöffnet", verteidigte sich der serbische Premier Freitagabend. Die Flüchtlinge kämen in Belgrad und Presevo an und würden dann selbst entscheiden, wie sie weiterreisen.
Die vorwiegend syrischen Flüchtlinge versuchen vermehrt über Kroatien und Slowenien nach Österreich und Deutschland zu kommen, nachdem Ungarn die EU-Außengrenze zu Serbien mit einem Zaun und Nato-Draht abngeriegelt hat. Seit dem 15. September sind rund 65.000 Flüchtlinge in Kroatien eingetroffen.

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