Das Gesundheitssystem ist angeschlagen: Hausärzte nehmen keine Patienten mehr auf, Ambulanzen sind überfüllt. Das bekam nun auch "Heute"-Leser Lukas* (Name von der Redaktion geändert) zu spüren. Er ist einer von tausenden Österreichern, den es beim Einbruch der winterlichen Temperaturen eiskalt erwischte und erkrankte.
Nach überstandener Krankheit wollte sich der 26-Jährige auf Allergien überprüfen lassen, suchte im Netz nach geeigneten Ärzten. Auf einen Termin kann Lukas aber lange warten.
Für eine Erstuntersuchung für neue Patientin in einem Allergiezentrum in Rudolfsheim-Fünfhaus stehen schlichtweg keine freien Termine mehr zur Verfügung. Die früheste Gelegenheit, bei den Ärzten im 15. Wiener Bezirk zu erscheinen, ist laut der Allergiezentrum-Homepage der 20. Juni 2025.
"Es ist arg! Es kann nicht sein, dass ich ein halbes Jahr für einen Termin warten soll", erklärte der enttäuschte Wiener im "Heute"-Talk. Lukas möchte nach Alternativen suchen – Gewissheit über mögliche Allergien möchte der 26-jährige Wiener bestenfalls vor Mitte Juni haben.
Die Gesundheitsversorgung kränkelt schon seit längerem. Wie beunruhigend die Lage inzwischen ist, verdeutlichen aktuelle Zahlen aus Oberösterreich: In der Stadt Wels gibt es beispielsweise keinen einzigen Hausarzt mehr, der noch Patienten aufnimmt.
Auch in Niederösterreich sieht die Lage im Gesundheitsbereich alles andere als blenden aus: Die NEOS erreichten letzte Woche "besorgniserregende Hilferufe von Bürgern". Im St. Pöltner Spital etwa wartet man im Schnitt ein Jahr auf eine OP im HNO-Bereich – mehr dazu hier.