Die Situation in der Versorgung spitzt sich immer weiter zu. Zuletzt suchte das Linzer Kepler Klinikum – immerhin Österreichs zweitgrößtes Krankenhaus – fast 60 Mediziner.
Auch der niedergelassene Bereich kämpft mit argen Problemen. Patienten ärgern sich, weil sie keine Termine bekommen oder überhaupt keinen Hausarzt mehr haben bzw. finden.
Wie schlimm die Situation für hilfesuchende Betroffene mittlerweile ist, zeigt ein Post der Arbeiterkammer Oberösterreich auf Instagram. "So wenige Hausärzte können in den Städten noch Patienten aufnehmen", ist zu lesen. In Steyr sind es acht, in Linz sechs. Besonders schlimm: In Wels gibt es keinen einzigen.
"Es gibt einen extremen Engpass bei Allgemeinmedizinern mit Kassenvertrag", berichtet die AK darunter. In den großen Städten sei die Situation "besonders dramatisch", beruft sie sich auf Zahlen der Ärztekammer.
"Der Zustand ist unerträglich", kritisiert AK-Präsident Andreas Stangl gegenüber "Heute". Die Versorgung gehöre "dringend ausgebaut". "Wir brauchen ein viel höheres Tempo bei der Besetzung der offenen Kassenarztstellen. Zusätzlich müssen die Primärversorgungszentren forciert werden", betont Stangl.
Eine von der Kammer in Auftrag gegebene Studie des IFES-Instituts untermauert die dramatische Lage. 48 Prozent – also fast die Hälfte – erklärte: Sie sind stark oder sehr stark davon betroffen, keinen Arzt zu finden, da keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden.