Mutmaßliche Sexualdelikte

Alles anders – nun wird neu gegen Andrew ermittelt

Neue Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew sorgen für Wirbel in Großbritannien. Die Polizei ermittelt jetzt offenbar auch wegen mutmaßlicher Sexualdelikte.
Heute Entertainment
22.05.2026, 09:17
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Die Ermittlungen gegen Ex-Prinz Andrew (66) nehmen eine neue Dimension an. Laut britischen Medien prüft die Polizei jetzt nicht mehr nur mögliche Amtsvergehen, sondern auch mutmaßliche Sexualdelikte. Die Behörden rufen mögliche Opfer inzwischen sogar öffentlich dazu auf, sich zu melden.

Der frühere Duke of York war bereits im Februar festgenommen worden. Damals stand der Verdacht im Raum, Andrew könnte während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Informationen an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben haben. Nun sollen die Ermittlungen deutlich ausgeweitet worden sein.

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Wie die "Daily Mail" berichtet, verfolgen die Ermittler mittlerweile "mehrere Ermittlungsansätze", darunter Korruption und sexuelles Fehlverhalten. Bei Durchsuchungen in der Royal Lodge in Windsor, Andrews ehemaligem Wohnsitz, sowie auf dem Anwesen Sandringham in Norfolk sollen umfangreiche Unterlagen und Datenträger sichergestellt worden sein. Diese würden aktuell "sorgfältig ausgewertet".

Fotos aus den Epstein-Akten zeigen Prinz Andrew über den Körper einer jungen Frau gebeugt.
justice.gov

Besonders brisant: Die Polizei geht offenbar auch Hinweisen nach, wonach Jeffrey Epstein im Jahr 2010 eine Frau für sexuelle Kontakte mit Andrew nach Großbritannien gebracht haben soll. Die Vorwürfe erinnern an die Aussagen der mittlerweile verstorbenen Virginia Giuffre. Sie hatte behauptet, von Epstein an Andrew vermittelt worden zu sein.

Andrew selbst hat diese Anschuldigungen stets bestritten. Dennoch zahlte er in einem Zivilverfahren in New York laut Berichten rund 14 Millionen Euro, allerdings ohne ein Schuldeingeständnis abzulegen.

Polizei sucht nach Opfern

Jetzt suchen die Ermittler nach weiteren möglichen Betroffenen. Vize-Polizeichef Oliver Wright erklärte, ein Spezialteam erfahrener Ermittler arbeite intensiv an dem Fall. Bereits zahlreiche Zeugen seien befragt worden. "Unsere Tür steht offen. Wann immer ein Opfer oder Überlebender bereit ist, mit uns Kontakt aufzunehmen, sind wir für Sie da", sagte Wright.

Zusätzlich stehen die britischen Behörden laut Bericht in engem Austausch mit dem US-Justizministerium. Ziel sei es, Zugriff auf weitere Dokumente aus den sogenannten "Epstein-Files" zu erhalten.

Der Bruder von König Charles III. hat sich zu den neuen Vorwürfen bisher nicht öffentlich geäußert. Andrew betont seit Jahren, weder von Epsteins Sexualverbrechen gewusst noch selbst etwas Unrechtes getan zu haben.

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