Kaum mehr Wasser, vereinzelte Tümpel, dazu verendete Fische und kaputte Vegetation: Nach wochenlanger Dürre ist die Situation, die sich bei dem Fließgewässer in Langenstein (Bez. Perg) offenbart, dramatisch.
Was man an der Gusen sieht, sei kein vorübergehendes Wetterphänomen, zeigte sich Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) bei einem Lokalaugenschein besorgt. "Das ist die Klimakrise, die ganz real vor unserer Haustür steht."
Auch im Bezirk Kirchdorf ist die Situation äußerst angespannt: Es gab zwar zuletzt vereinzelt Regenfälle – die reichten aber nicht aus, um die Wasserversorgung des bewirtschafteten Prielschutzhauses ausreichend sicherzustellen. Deshalb musste einmal mehr auf eine aufwendige Versorgung aus der Luft zurückgegriffen werden.
Wichtiger Ausgangspunkt für Touren
Das Prielschutzhaus befindet sich oberhalb von Hinterstoder im Toten Gebirge auf 1.420 Meter Seehöhe.
Die Hütte liegt südöstlich des Großen Priels und dient zahlreichen Bergsteigern und Wanderern als wichtiger Ausgangs- und Stützpunkt für Touren im Toten Gebirge.
Bevor der Heli abheben konnte, waren umfangreiche Vorbereitungen notwendig: Bereits am Vortag füllte die Feuerwehr acht Behälter mit Wasser. Anschließend wurden sie mit einem Lkw zum nächsten geeigneten Landeplatz transportiert und dort bereitgestellt.
Damit war ein wesentlicher Teil der benötigten Menge bereits vor Beginn der eigentlichen Transportflüge vor Ort. Während des laufenden Einsatzes wurde weiteres Wasser benötigt. Mit einem Rüstlöschfahrzeug der Feuerwehr Hinterstoder wurden deshalb drei Container erneut befüllt.
Dann begann der eigentliche Transport: Bei insgesamt zwölf Flügen nahm der Hubschrauber jeweils einen mit rund 800 Litern Wasser gefüllten Behälter auf und brachte die wertvolle Fracht hinauf zum Schutzhaus. In Summe wurde also fast 10.000 Liter geliefert.
Die Aktion war essenziell: Gerade bei einer bewirtschafteten Schutzhütte wird während der Wandersaison laufend Wasser benötigt. Die Möglichkeiten zur Versorgung sind wegen der alpinen Lage aber begrenzt.