Nach seinem Aus in der zweiten Runde der French Open gegen den Argentinier Thiago Agustin Tirante hat Alejandro Davidovich Fokina überraschende Einblicke in das Ende der Zusammenarbeit mit Trainer Mariano Puerta gegeben. Der Spanier steht ab sofort ohne Coach da und zeigt sich über die Art des Abschieds tief enttäuscht.
"Als Mensch hat er versagt", sagte die aktuelle Nummer 23 der Welt über seinen ehemaligen Trainer. Wie Davidovich Fokina schilderte, sei die Trennung völlig unerwartet gekommen. "Es gab keinen Streit mit Puerta", erklärte der Spanier. Nach seinem Erstrunden-Sieg gegen Damir Dzumhur habe ihm Puerta noch gesagt, dass er zurück ins Hotel fahre.
Doch wenig später folgte der Schock: "Zwei Stunden später bekam ich eine lange Nachricht von ihm, in der stand, dass er nicht mehr zurückkommt. Danach hat er einen Flug nach Miami genommen ohne irgendjemanden aus dem Team zu informieren."
Besonders bitter für den 26-Jährigen: Eigentlich habe er ein sehr gutes Verhältnis zu Puerta gehabt. "Ich dachte immer, er sei ein guter Mensch", meinte der Tennisspieler aus Malaga. Mittlerweile habe Puerta sowohl ihn als auch seine Frau blockiert. Trotz der Enttäuschung wolle er seinem Ex-Coach nichts Schlechtes wünschen. "Aber ich hoffe, dass zukünftige Spieler vorsichtig sind, wenn sie mit ihm zusammenarbeiten", sagte Davidovich Fokina.
Ob er überhaupt noch auf die Nachricht seines ehemaligen Trainers reagieren werde, wisse er nicht. "Als Mensch hat er versagt", stellte der Spanier noch einmal klar.