Als Paris-Terroropfer ausgegeben: Frau verurteilt

Kurz nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November 2015 tauchte die 24-jährige Laura O. auf einer Polizeistation auf und gab an, eine der vielen verletzten Terroropfern zu sein. Doch wie die Polizei herausfand, log die Frau und hatte es auf mögliche Zahlungen an die Geschädigten abgesehen. Sie wurde nun zu einem Jahr Haft verurteilt.

Kurz nach den am 13. November 2015 tauchte die 24-jährige Laura O. auf einer Polizeistation auf und gab an, eine der vielen verletzten Terroropfern zu sein. Doch wie die Polizei herausfand, log die Frau und hatte es auf mögliche Zahlungen an die Geschädigten abgesehen. Sie wurde nun zu einem Jahr Haft verurteilt.

Die schwangere Laura O. erschien im Dezember mit dem Arm in der Schlinge auf der Polizeistation im Pariser Vorort Mureaux. Sie gab an, "noch immer geschockt und ernsthaft verletzt zu sein". Sie sei von einer Explosion erfasst worden, als sie im Gastgarten der Bar "Le Carillon" im neunten Arrondissement (Bezirk) saß.

Lügen schnell entlarvt

Allerdings bezweifelte die Anti-Terror-Polizei die Geschichte der Frau sofort. In der angesprochenen Bar wurden tatsächlich 15 Menschen ermordet, allerdings starben sie durch Schüsse der IS-Terroristen. Schließlich gab die 24-Jährige zu, gelogen zu haben, um an mögliche Zahlungen an die Opfer zu gelangen.

Sie wurde wegen ihres Verhaltens wegen versuchten Betrugs zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach dem Schuldspruch gab sie sich reumütig und entschuldigte sich bei der Polizei, den Richtern, Anwälten, zivilen Beteiligten und Opfern.

Verurteilte: "Ich war dumm"

"Die echten Opfern haben enorm gelitten und ich habe es für Geld vorgespielt. Ich war dumm und kindisch." Sie versprach, dass das Gericht nie wieder von ihr hören werde, die Geburt ihrer Tochter habe sie verändert.

Die Beschuldigte musste auch einen symbolischen Euro an einen Fonds für Terroropfer einzahlen. Ihr Ehemann, ein Öffi-Mitarbeiter, wurde dafür bestraft, seine Frau beim Betrug unterstützt zu haben.

Zweiter Betrugsfall nach Paris-Terror

Es handelt sich um den zweiten derartigen Betrugsfall. Eine 31-Jährige wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie angab, das Attentat auf die Event-Location Bataclan überlebt zu haben.

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