Die überraschende Kehrtwende ist perfekt: Lisa Eder hat ihr Karriereende nach nur wenigen Monaten rückgängig gemacht. An ihrem 25. Geburtstag bestätigten die Salzburger Skispringerin und der ÖSV das Comeback. Seit rund zwei Wochen steht Eder bereits wieder im Training und bereitet sich auf den kommenden WM-Winter vor.
"Ich freue mich, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen und Richtung Winter schauen", erklärt Eder. Nach ihrem Rücktritt habe sie zunächst versucht, wieder ein normales Leben zu führen. Mittlerweile hat die 25-Jährige aber bereits die ersten Sprünge absolviert.
Nach der längeren Pause wartet noch einiges an Arbeit. Eder müsse sich zunächst wieder an das Gefühl auf der Schanze gewöhnen. Dazu kommen neue Regeln, unter anderem bei den Sprunganzügen. Bis zum Saisonstart will die Salzburgerin den Rückstand aufholen. Ende August soll sie wieder vollständig mit dem ÖSV-Team trainieren.
Eine wichtige Rolle bei ihrem Comeback könnte auch ihr Partner Manuel Fettner spielen. Berichten zufolge war dessen gewünschte Einbindung in Eders Betreuung einer der Streitpunkte gewesen, die im Frühjahr zu ihrem Rücktritt geführt hatten. Nun haben Eder und der ÖSV offenbar eine Lösung gefunden.
Cheftrainer Thomas Diethart kann sich eine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Skispringer jedenfalls gut vorstellen. "Ich glaube auch, dass Manuel mit seiner großen Expertise eine Bereicherung sein kann", sagt Diethart. Fettner bringe als ehemaliger Weltklasse-Skispringer viel Erfahrung mit.
Wie die Zusammenarbeit konkret aussehen wird, ist allerdings noch offen. Das soll in den kommenden Wochen geklärt werden. Für Diethart steht fest, dass sich die neue Konstellation zunächst einspielen müsse.