In Matcha-Teesorten steckt zu viel Aluminium

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Bei Matcha-Teesorten wurde in Deutschland ein hoher Aluminium-Anteil gefunden, der die empfohlene Aufnahmemenge überschreitet.
Matcha ist so hipp, dass es mittlerweile überall vorkommt. Angefangen beim traditionellen Tee hat es den Weg zu Kaffeegetränken, Eis und Kuchen gefunden. Dabei wird die Substanz stets für ihre hohen Nährwerte gerühmt.



Leider können sich auch andere ungewollte Inhaltsstoffe beim Verarbeitungsprozess einschleichen: Eine Untersuchung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung stellte bei einem Grüntee-Test in einzelnen Sorten eine bedenkliche Menge an Aluminium fest.

CommentCreated with Sketch.1 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das ist nicht das erste Mal, dass Grüntee durch den Aluminium-Gehalt auffiel. Bereits bei einem Test von Grüntee- und Matcha-Sorten im Jahr 2016 enthielten drei Viertel der getesteten Produkte krebserregende Schadstoffe. Aluminium steht im Verdacht, das Risiko für Alzheimer und Brustkrebs zu erhöhen und die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Die empfohlene Aufnahmemenge von Aluminium beträgt ein Milligramm pro Kilogramm in einer Woche. Bei den Proben wurden 1,7, 1,7 und 2,4 Milligramm pro Kilogramm festgestellt.



Regelmäßiger Tee-Konsum kann zum Überschreiten des Maximalwertes führen


Bei regelmäßigem Verzehr von Matcha-Tee würde das bedeuten, dass auch, wenn man sonst mit keinen Aluminium-hältigen Produkten in Kontakt kommt, die Wahrscheinlichkeit groß ist, nur durch den Tee den empfohlenen Maximal-Wert an Aluminium zu überschreiten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt daher: "Bei Berücksichtigung der Verzehrmengen von grünem Tee kann der TWI für Aluminium bei Erwachsenen durch regelmäßigen Verzehr von Matcha-Tee mit maximalen gemessenen Gehalten langfristig überschritten werden, selbst wenn der Tee als einzige Quelle für die Aluminiumaufnahme betrachtet und keine weiteren Aluminiumquellen berücksichtigt werden."

Das BfR fügt allerdings hinzu, dass die Anzahl der untersuchten Proben zu gering ist, um eine repräsentative Aussage zu tätigen. (GA)
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