Niederösterreich

AMA-Mastbetrieb in NÖ – Ermittlungen wegen Tierquälerei

Die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg brachte eine Sachverhaltsdarstellung ein. Die Ermittlungen um den AMA-zertifizierten Betrieb laufen.
Erich Wessely
14.07.2022, 10:37
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Nach dem Bekanntwerden von Missständen in einem von der AgrarMarkt Austria (AMA) zertifizierten Schweinemastbetrieb im Bezirk Korneuburg hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei in Auftrag gegeben. Ein Sprecher der Korneuburger Anklagebehörde bestätigte am Donnerstag auf Anfrage einen Bericht des ORF NÖ. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hatte Anzeige erstattet, auch die Bezirkshauptmannschaft brachte eine Sachverhaltsdarstellung ein.

"Zustände katastrophal"

Der VGT hatte die Zustände in einer Aussendung im Juni als "katastrophal" bezeichnet und von "zahllosen toten Tiere in verschiedenen Verwesungsstadien" berichtet.

So hieß es unter anderen: "Der Betrieb hat etwa 2.000 Mastplätze. Wieder sind die Zustände katastrophal, es gibt Tiere mit Verletzungen und abgebissenen Schwänzen. Aber was bei den Aufnahmen besonders ins Auge sticht, sind die zahllosen toten Tiere in verschiedenen Verwesungsstadien, auch mitten am Gang zwischen den Buchten. Knochenreste beweisen, dass die Betreiber:innen die toten Tiere sehr lange nicht entfernen."

Die AMA sperrte den Betrieb für ihr Gütesiegel und stellte finanzielle Sanktionen in den Raum. Zudem wurden Nachschärfungen im System, u.a. eine engmaschigere Prüfungsfrequenz und unangekündigte Kontrollen, angekündigt. Der Betreiber setzte laut früheren Angaben nach dem Bekanntwerden der Missstände von der Amtstierärztin verordnete Maßnahmen "unmittelbar" um.

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