Amazon Dating: Singles werden mit Prime geliefert

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Eine Fake-Website zeigt auf humorvolle Weise wie eine Dating-App im Amazon-Stil funktionieren könnte und setzt damit neben einem PR-Gag ein Zeichen.
"Bei Amazon gibt es alles." Dieser Satz gewinnt gerade in seinem Wahrheitsgehalt an noch mehr Intensität. Denn er gab Anlass für eine Parodie in Form einer satirischen Dating-Plattform, die im Design an den Online-Giganten angelehnt ist.

Jetzt kann man bei Amazon also auch Dates kaufen. Unter www.amazondating.co gibt kein Ghosting, man bekommt das, wofür man bezahlt. Die Preise für ein Date schwanken zwischen 4,99 und 299,99 Dollar - wie man es von Amazon kennt, ist für jedes Budget etwas dabei.

Funktionen wie Prime-Lieferung, Eigenschaften, Verfügbarkeit und Bewertungen

Schaut man sich bei den FAQ um, erkennt man (spätestens), dass es sich um keine echte Website handelt. Man könne jedoch auch ein Profil anlegen. Der Redaktions-Versuch zeigt, dass das funktioniert. Wie sich das Ranking zusammensetzt, scheint teilweise dem Zufall überlassen zu sein.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Wer schlechtere Bewertungen hat, kann dennoch viel kosten. (was jedoch wieder an die Produkt-Philosophie erinnert) Eine gratis Ein-Stunden-Lieferung gibt es oben drauf. Und man erhält wie gewohnt auch die Anzeige über die Verfügbarkeit der Modelle. Von einer älteren Dame gibt es zum Beispiel nur mehr 13 Stück, von einem Senioren nur mehr eines.

Auch an Bewertungen wurde gedacht. Eigenschafts-Beschreibungen wie "Er denkt, er ist ein guter Lügner" oder "Sie hat ihren Freund nur einmal betrogen" und Überschriften wie "Endlich eine Frau, die kontrolliert werden kann" zu ausführlichen Bewertungen findet man dort.

Kritik an einer Online-Dating-Welt, in der man zum Produkt wird

Auf der Help-Seite wird man auf einen Wikihow-Artikel verlinkt, der sich mit der wesentlichen Frage beschäftigt, wie man einen BH enthackt. Prime Video führt nicht zu einem Porno, sondern zu einem Video-Chat. Ins Leben gerufen wurde die Idee von den kreativen Köpfen des Animations-Unternehmens Thinko in Zusammenarbeit mit Content Creator Suzy Shinn, Ani Acopian, und Morgan Gruer

Natürlich ist dort nicht alles politisch korrekt, aber es wird ein wichtiges Thema humorvoll angesprochen: die toxische Welt von Dating-Apps, in der man sich austauschbar und tatsächlich wie eine Ware fühlen kann.

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