So bekommst du dein Geld von Amazon zurück

Nutzer von Amazons Premium-Dienst "Prime" bekommen bis zu 40 Euro zurück. Erstritten hat das die Arbeiterkammer (AK). Wir zeigen, wie es geht.
Die AK konnte nach einer Verbandsklage gegen Amazon wegen "rechtswidriger Klauseln und Geschäftspraktiken" einen Durchbruch erzielen: Kunden von Amazon Prime erhalten die Preiserhöhungen der vergangenen beiden Jahre auf Verlangen zurück. Geschenkgutscheine und Geschenkkarten sind nunmehr außerdem zehn Jahre gültig und die Rechnungsgebühr von 1,51 Euro wird ebenfalls rückerstattet.

Die AK hatte in der Vergangenheit eine Verbandsklage gegen Amazon wegen zehn angeblich rechtswidriger Klauseln sowie zwei Geschäftspraktiken geführt. Die Urteile sind nun rechtskräftig. Nach Verhandlungen der AK mit Amazon zur Umsetzung der Urteile konnte schließlich die nunmehrige Lösung für Kunden erzielt werden.

Bis zu 40 Euro

Amazon hat den Preis für das Prime Angebot ab Februar 2017 von 49 auf 69 Euro (beim Studententarif von 24 auf 34 Euro) erhöht. Diese Preiserhöhungen erhalten Kunden jetzt von Amazon auf Verlangen zurück. Bei einer Mitgliedschaft für zwei Jahre beträgt die Rückerstattung in Summe 40 Euro (beim Studententarif 20 Euro).

Kunden erhalten die Preiserhöhung wahlweise auf das in ihrem Kundenkonto hinterlegte Zahlungsmittel zurück oder in Form eines Amazon Einkaufsgutscheins, den sie zehn Jahre lang einlösen können. Betroffene Konsumenten können sich bis 30.06.2019 direkt beim Amazon Kundenservice (per Telefon, E-Mail oder Chatanfrage) melden und ihre Ansprüche geltend machen.

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Am einfachsten kann man sein Geld so zurückbekommen: Geben Sie auf der Amazon-Webseite im Suchfeld den Begriff "Kundenservice" ein. Klicken Sie dann auf "Kontaktieren Sie uns" > "Prime und Sonstiges". Im Nachrichtenfeld wählen Sie bei Anliegen "Amazon Prime" und "AK Vergleich". Als Text reicht es einzugeben, dass man die Preiserhöhung der Jahre 2017 und 2018 rückerstattet haben will. Kurz darauf sollte ein Mail ankommen, in der die Details zur Rückzahlung ausgewählt werden können.

Außerdem: Geschenkgutscheine und Geschenkkarten, die vor dem 1. Juli 2014 ausgestellt wurden, waren ursprünglich mit Ende des dritten Jahres nach Kauf befristet. Auch hier hat Amazon reagiert und die Verfallsfrist für diese Gutscheine und Geschenkkarten auf zehn Jahre verlängert. Zurückgefordert werden kann zudem die von Amazon verrechnete Gebühr von 1,51 Euro für die Zahlung auf Rechnung. Konsumenten können sich zwecks Rückerstattung der Gebühr ebenso wie oben beschrieben direkt an den Amazon Kundenservice wenden. (rfi)

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