Online-Shopping wird jetzt für uns alle komplizierter

Ein digitaler Fingerabdruck soll für mehr Sicherheit sorgen. Symbolfoto
Ein digitaler Fingerabdruck soll für mehr Sicherheit sorgen. SymbolfotoBild: Kein Anbieter/iStock/Nicolas Herrbach
Neu müssen Online-Shopper in der EU ei­nen zwei­ten Sicherheitsfak­tor ein­ge­ben. Was Betrüger abschrecken soll, vergrault vor allem aber die Kunden.
Der wichtigste Grund, weshalb im Internet eingekauft wird, ist laut der E-Commerce-Studie 2018 der Y&R Group Switzerland die Convenience – also die Bequemlichkeit. Nun wird das Einkaufen im Web aber komplizierter. Die simple Eingabe eines Passworts im Onlineshop reicht in der EU aus Sicherheitsgründen nicht mehr aus.

Ab Mitte September müssen Webshopper dort ei­ne Zwei-Faktor-Authentifizierung durchlaufen. Der eigene di­gi­ta­le Fingerab­druck oder die Eingabe eines SMS-Codes wird neu von den Einkäufern, die mit Kreditkarte oder per Paypal bezahlen, verlangt. Fehlen diese zusätzlichen Informationen, hat die Bank die Zahlung strikt abzulehnen.

Was eigentlich Betrüger aus den E-Shops vertreiben soll, vergraut auch die Kunden. Weil diese wegen der Verkomplizierung den Einkauf vorzeitig ab­brä­chen, entginge dem Online-Handel der EU im kommenden Jahr 57 Milliarden Euro, schätzt die Zahlungsplattform ­Stripe. Auch seien die Online-Händler zu wenig auf diese Umstellung vorbereitet. (miw/20 Minuten)



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