Amazon und Microsoft tüfteln an Killer-Robotern

Die NGO Pax hat die 50 wichtigsten Technologieentwickler zu ihrer Einstellung zu autonomen Waffen gefragt. Fast alle werden als gefährdend eingestuft.
Vorwürfe von Friedensforschern ereilen bedeutende US-amerikanische Technologiefirmen. Darunter auch Microsoft und Amazon. Google verhält sich einstweilen vorbildhaft. Unternehmen wie Amazon und Microsoft arbeiten nämlich an der Entwicklung von autonomen Systemen, die Bestandteile tödlicher Waffen sein können. Die von den Firmen entwickelten Waffensysteme verfügen also über die Fähigkeit selbst zu entscheiden, wen sie angreifen.

Erst diese Woche wurde eine niederländische Studie veröffentlicht, die sich mit der Haltung auseinandersetzt, die die großen Technologiefirmen der einzelnen Länder gegenüber autonomen Waffensystemen aufweisen. Die Mehrzahl steht der Thematik positiv gegenüber und beteiligt sich aktiv an der Entwicklung.

Die Einstufung erfolgt über die Ermittlung dreier Krtiterien:

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. - Entwickeln sie Technologie, die zum Bau von "Killer-Robotern" dienen könnte?

- Arbeiten sie an militärischen Projekten mit, bei denen KI zum Einsatz kommt?

- Haben sie sich verpflichtet künftig nicht mehr an solchen Projekten mitzuarbeiten?

7 von 50 Technologieentwickler nicht gefährend



21 Unternehmen wurden auf Basis ihrer Aussagen als "stark gefährdend" eingestuft. Darunter sind auch die bekannten Technologieentwickler Microsoft und Amazon.Gerade stehen sie in Konkurrenz betreffend eines Vertrags mit dem Verteidungsministeriums. Pax bewertet 22 Unternehmen als mäßig gefährdend, darunter das japanische Softbank, das den Roboter Pepper hergestellt hat. Sieben Unternehmen, darunter Google, erhielten ein Lob für ihren Umgang mit Waffensystemen.

Immer wieder gibt es kontroverse Debatten über die militärische Nutzung künstlicher Intelligenz. Von mehreren Seiten ruft es verstärkt nach mehr Kontrollgewalt. Auch die EU spricht eine Forderung aus und bei der UNO-Waffenkonvention in Genf gab es einen Kongress über Maßnahmen, die den Umgang mit autonomen Waffen betreffen.

(GA)

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