Politik

Amnesty will gegen Jeannée wegen Kolumne vorgehen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:28

Amnesty International prüft laut "Standard" Schritte gegen "Krone"-Schreiber Michael Jeannée wegen eines Textes über die Prüfung des Flüchtlingslagers Traiskirchen. Jeannée behauptete dabei, dass Prüfer "aus London eingeflogen" wurden, in einem "Luxushotel" wohnten und "gepflegt zu Abend aßen". Amnesty dementierte umgehend, einen solchen Ausritt wolle man "nicht hinnehmen".

prüft laut "Standard" Schritte gegen "Krone"-Schreiber Michael Jeannée wegen eines Textes über die Prüfung des Flüchtlingslagers Traiskirchen. Jeannée behauptete dabei, dass Prüfer "aus London eingeflogen" wurden, in einem "Luxushotel" wohnten und "gepflegt zu Abend aßen". Amnesty dementierte umgehend, einen solchen Ausritt wolle man "nicht hinnehmen".

Ob es rechtliche oder andere Schritte geben werde, lasse Amnesty vorerst noch offen, so Generalsekretär Heinz Patzelt. Jeannée schrieb, dass im Flüchtlingslager, seiner Meinung nach ein "Garten Eden", "ein paar Damen und Herren, die aus London eingeflogen wurden, in einem vornehmen Luxushotel abstiegen, sich in klimatisierten Limousinen nach Traiskirchen kutschieren ließen, dort sechs Stunden völlig sicher umherstaksten, das eine oder andere Gespräch führten, anschließend wahrscheinlich gepflegt zu Abend aßen und wieder verschwanden". Zudem habe Amnesty Österreich "besudelt, diskriminiert, verleumdet".

Amnesty stellte dagegen klar, dass niemand aus London eingeflogen wurde, sondern österreichische Amnesty-Mitarbeiter die Prüfung übernommen hätten. Auch habe es kein "Luxushotel" gegeben, die Mitarbeiter hätten in ihren eigenen Wohnungen geschlafen. Generell gingen die Vorwürfe "weit über der Ebene, die wir hinnehmen können. Wir überlegen, was die angemessene Reaktion ist", so Patzelt laut Bericht.

Jeannée wiederum beeindruckten die falschen Tatsachen offenbar wenig. In einer weiteren Kolumne deutete er mit den Worten "Mea culpa! Aber So what?" nicht nur an, dass ihm das egal sei, sondern legte nach: "Nur umso ärger und widerwärtiger!" Die Amnesty-Mitarbeiter seien für ihn "Nestbeschmutzer".

Hier die Jeannée-Texte zum Nachlesen:

 


— cariklaus (@KlausSchwertner)


Michael Jeannée legt nach. Einfach widerlich!
— Raffael Steinberger (@RafSteinberger)

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