Jens R. verabschiedete sich per Mail

Deutsche Medien haben den Todesfahrer von Münster identifiziert. Jens R. soll sehr zurückgezogen gelebt und einen Selbstmord angekündigt haben.

48 Jahre alt, Deutscher, psychisch auffällig: So wird der Fahrer des Transporters beschrieben, der am Samstag in Münster in die Menge fuhr und mindestens zwei Personen tötete. Danach nahm er sich im Fahrzeug das Leben.

Wer ist der Täter von Münster? Offiziell ist über ihn kaum etwas bekannt. Die deutschen Medien, von ZDF über "Süddeutsche Zeitung" bis "Bild", setzen jedoch langsam das Puzzle zusammen.

Laut übereinstimmenden Berichten heißt der Fahrer Jens R. und ist 1969 im Sauerland geboren. Sein Wohnort war nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt. Das Tatfahrzeug soll ihm gehört haben.

Den Behörden liegen keine Hinweise auf einen möglichen Hintergrund vor. In einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei in Münster hieß am frühen Sonntagmorgen, die Ermittlungen würden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt.

Täter lebte zurückgezogen

2014 und 2016 soll Jens R. psychisch auffällig gewesen sein. Er soll laut der "Welt" bereits früher einen "spektakulären Selbstmord" angekündigt haben. Laut den "Westfälischen Nachrichten" verabschiedete sich Jens R. am 29. März in einer Mail von seinen Bekannten.

"Spiegel online" berichtet zudem, der Täter habe in Münster sehr zurückgezogen gelebt. Seine beruflichen Aktivitäten als Designer seien in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Der Polizei sei er zudem wegen Sachbeschädigung und Bedrohung in seinem persönlichen Umfeld aufgefallen.

Kontakte zu Rechtsextremen?

Laut dem ZDF hat Jens R. vor Kurzem einen Selbstmordversuch unternommen. Zudem soll er Kontakte zur rechtsextremen Szene gehabt haben. Die "Welt" schreibt, allerdings ohne Quellenangabe, dass es Hinweise auf eine Beziehungstat gebe. Zudem sei Jens R. der Polizei als Kleinkrimineller bekannt: Er sei drogensüchtig und habe Handys und Autoradios gestohlen.

Vor der Wohnung von Jens R. standen am Samstagabend mehrere Polizeiautos. Ein Reporter will einen Knall gehört haben. Offiziell bestätigt sind diese Informationen aber noch nicht. Laut der "Bild" fanden Ermittler in der Wohnung des Täters ein Sturmgewehr vom Typ AK-47. Es werde nun geprüft, ob die Kalaschnikow funktionstüchtig war.

"heute.at" berichtete umfassend über die Amokfahrt. Weitere Artikel finden Sie hier:

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