Örebro, Schweden

Amoklauf an Schule: Behörden melden mindestens 10 Tote

An einer Schule im schwedischen Örebro sind am Dienstagmittag Schüsse gefallen. Mindestens zehn Menschen wurden getötet.
20 Minuten
04.02.2025, 19:06
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In der schwedischen Stadt Örebro läuft derzeit ein großer Polizeieinsatz. Laut Informationen von SVT Örebro handelt es sich um eine Schießerei mit einer automatischen Waffe. Tatort ist der Campus Risbergska. Es handelt sich um ein städtisches Zentrum für Erwachsenenbildung.

Polizei glaubt nicht an Terror-Motiv

Die schwedische Polizei bestätigte in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag, es sei gegen 12.33 Uhr ein Alarm eingegangen. Vor Ort sei schnell klar gewesen, dass es eine Schießerei gegeben hatte. Gegen 12.41 Uhr sei zudem Rauchentwicklung festgestellt worden.

Am Abend hat die Polizei an einer weiteren Pressekonferenz mindestens zehn Tote bestätigt. Wie viele verletzt wurden, ist unklar. Zum Alter der Toten gibt es keine Angaben. Auch der mutmaßliche Täter befindet sich unter den Toten, heißt es weiter. Er war zuvor nicht polizeibekannt. Die Behörden gehen nicht von einem terroristischen Motiv aus.

Nach Angaben von "Aftonbladet" räumt das Spital die Notaufnahme und die Intensivstation, um sich auf die Aufnahme der Verletzten vorzubereiten. Auch der Gesundheitsdirektor der Region teilte mit, man stelle sich auf eine steigende Anzahl der Verletzten ein.

Die Polizei durchsucht die Schule derzeit noch. In unmittelbarer Nähe zum Ereignisort wurden sechs Schulen und ein Restaurant evakuiert, da die Polizei nicht ausschließen kann, dass es mehrere Täter gab. Die Schulen hätten aber wohl selbstständig evakuiert, nicht durch die Polizei. Die Schulen seien auf eine solche Notfalllage vorbereitet. In einer Mitteilung auf X schreibt die Polizei von Örebro: "Die Öffentlichkeit wird gebeten, sich von der Schule fernzuhalten."

Das ist unbestätigt

Man weiß noch nicht, ob die Schießerei drinnen oder draußen stattfand und woher die Rauchentwicklung stammt. Die Behörden gehen davon aus, dass ein großer Teil der Tat im Inneren stattfand. Bei den Opfern ist weder Alter noch Geschlecht bekannt und ob es sich bei ihnen um Schüler oder Lehrkräfte handelt.

Reaktionen

Schwedens Premierminister Ulf Kristersson hat sich auf X bestürzt gezeigt. "Es ist ein schmerzhafter Tag für Schweden. Meine Gedanken sind bei all jenen, deren normaler Schultag mit Terror endete. Niemand sollte in einem Klassenzimmer um sein Leben fürchten müssen." Die Regierung stehe in engem Kontakt mit der Polizei und verfolge die Entwicklungen.

Die Schulleiterin Bäck Gustafsson saß zum Tatzeitpunkt gerade beim Mittagessen, als herumrennende Schüler schrien, alle müssten evakuiert werden. Danach habe sie auf dem Schulhof Schüsse gehört, erzählt sie gegenüber SVT. "Wir schrien einfach nur ‹Lauf, Lauf, Lauf!› und rannten um unser Leben." Sie und mehrere andere Personen hätten dann Schutz im Personalraum eines Ladens gefunden.

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